Der Landesbetrieb Bau, Niederlassung Nord, plant die Verlängerung des Radweges entlang der B71. Dieser endet zurzeit, von Gardelegen kommend, in Wiepke, soll aber in Richtung Kakerbeck fortgeführt werden. Ein Zeitpunkt steht zwar noch nicht fest, doch die Vorbereitungen dazu laufen bereits.

Engersen/Kakerbeck. "Der über sieben Kilometer lange Radweg", der die B71 von Wiepke in Richtung Kakerbeck begleiten soll, "ist Bestandteil des Straßenbauprogrammes" des Landesbetriebes Bau, Niederlassung Nord. Wie dessen Leiter, Peter Ebneter, dazu mitteilen ließ, laufe gegenwärtig das Genehmigungsverfahren.

Da dabei auch die Engersener Flurneuordnung eine wesentliche Rolle spielt, sind bereits Gespräche mit dem Amt für Landwirtschaft, Flurneuordnungs und Forsten (ALFF) geführt worden. Wie dessen zuständige Abteilungsleiterin Christine Vodde sagte, "weist das ALFF neben der Straße einen Radweg zu". Das bedeutet, dass die Planung des Landesbaubetriebes bei der Neuaufteilung der Engersener Flurstücke Beachtung findet.

Grunderwerb freihändig

Der Grunderwerb muss dazu entsprechend geregelt werden. Dieser solle freihändig erfolgen. "Sollte dies aufgrund der Vielzahl von Eigentümern nicht gegeben sein, so wird für diesen Bereich die Durchführung eines Planfeststellungsverfahrens notwendig", so der Landesbaubetrieb weiter. Nur der Abschluss eines solchen Verfahrens ließe im Ernstfall Zwangsenteignung zu.

Engersens Ortsbürgermeiter Wilfried Hartmann begrüßt es deshalb, dass der Landesbaubetrieb die Flurneuordnung nutzen will, um das Projekt voranzubringen. Denn große Teile der dafür vorgesehenen Flächen befänden sich nun einmal in der Gemarkung Engersen. Der Radweg soll rechts der B71, aus Richtung Gardelegen gesehen, fortgeführt werden. Allerdings nicht in einem Zuge. "In jedem Fall ist sicherzustellen, dass durch die Bildung von Planungs- und Bauabschnitten auf der Länge von sieben Kilometern verkehrswirksame Abschnitte entstehen", hieß es dazu aus der Ebneter-Behörde.

Derzeit endet der Radweg links der B71 an der L19. Diese führt nach Zichtau und Schwiesau. Wann die Fortführung erfolgen kann, für die rechts der B71 Flächen auf einer Breite von sechs Metern beansprucht werden, "richtet sich nach Grunderwerb und der Finanzierung", so Peter Ebneter zur Volksstimme. Ein genauer Termin kann also derzeit noch nicht genannt werden.

Laut Christine Vodde soll die Flurneuordnung Engersen 2013 soweit vorangeschritten sein, dass den Eigentümern der Plan vorgelegt werden kann, der aufzeigt, wie die Flächen neu aufgeteilt werden sollen.