Zum Beitrag "Finanzausschuss für höhere Hundesteuern, veröffentlicht am 27. Mai, erreichte die Redaktion nachfolgender Leserbrief:

"Über Sinn oder Unsinn der Erhebung von höheren Hundesteuern zur Auffüllung der klammen kommunalen Kassen, möchte ich mich hier nicht äußern. Die Empfehlung der Anhebung der Hundesteuern für das Gebiet der heutigen Stadt Gardelegen mit all seinen neuen Ortsteilen, außer den Gemeinden, die während der freiwilligen Phase der Stadt beigetreten sind, lassen jedoch Fragen zur Steuergerechtigkeit aufkommen (wenn es die überhaupt gibt). So soll der Altgardeleger jetzt vier Euro mehr bezahlen und der Freiwillige keinen Cent mehr. Noch härter trifft es den Hundehalter der Zwangseingemeindeten. Ein Hund als Haustier in der heutigen gefühlskalten Gesellschaft hat einen anderen sozialen Stellenwert als in den früheren Jahren. Gerade für viele ältere und alleinstehende Menschen ist der Hund zu einem wichtigen Sozialpartner geworden.

Mein Vorschlag:

1. Einheitliche Hundesteuer für alle (Stadt und alle Ortsteile, unabhängig vom Beitrittsdatum). Die Höhe wird festgelegt aus dem Durchschnitt aller bisher gezahlten Hundesteuern.

2. Bürger, die einen Hund aus dem Tierheim der Stadt Gardelegen aufnehmen, brauchen auf Lebenszeit des Hundes keine Hundesteuer zu zahlen. Damit wird der finanzielle Aufwand für das Heim drastisch gesenkt, wenn man bedenkt, dass ein Hundehalter für seinen Hund je nach Rasse für Futter- und Tierarztkosten 300 bis 800 Euro im Jahr aufwenden muss.

3. Stärkere Kontrolle der Hundebesitzer durch Kräfte des Ordnungsamtes, ob deren Hunde auch steuerpflichtig angemeldet sind. Dies trifft nicht nur für das Stadtgebiet Gardelegen, sondern auch auf die Ortsteile zu. Ansonsten werden wieder nur die ehrlichen Hundehalter finanziell belastet."

Joachim Brenz,

Gardelegen