Genthin (vka) l Die konfessionsübergreifende Verständigung wird in Genthin groß geschrieben. Der gestrige Dreikönigstag wurde in der St. Marienkirche mit einem ökumenischen Gottesdienst begangen, den die katholische, evangelische und methodistische Kirchen gemeinsam gestalteten.

Vor kurzem trafen sich auch die Frauen der drei genannten Kirchengemeinden zum gemeinsamen Jahresausklang im Gemeindehaus der katholischen St. Marienkirche. Den Veranstaltungsraum hatten das Organisationsteam der katholischen Kirche, bestehend aus Ulla Gnielka, Gerlinde Bischof, Roswitha Börner und Christine Müller, festlich hergerichtet. Auch die langen Tafeln waren festlich dekoriert und reich bestückt.

Unter dem Motto "Halt an, wo läufst du hin?" begingen die Besucherinnen einen Nachmittag, der von Texten von Angelus Silesius (der unter dem Namen Johannes Scheffler geboren wurde) begleitet wurde. Silesius lebte vor mehr als 300 Jahren. Seine Kurzverse, die so genannten Epigramme, gehören zu den Juwelen der überlieferten Barockliteratur. Seine Verse wie "Das Licht der Herrlichkeit scheint mitten in der Nacht. Wer kann es sehen? Ein Herz, das Augen hat und wacht" waren Grundlage für die Formulierungen von eigenen Gedanken zum Jahresausklang.

Eine symbolische Spirale mit vier Stationen führte die Besucherinnen an verschiedenen Zitaten Silesius vorbei zur Mitte der Bühne. Dort konnten die notierten Gedanken in einer symbolischen Blume abgelegt werden.

Zum Schluss überreichte die älteste Besucherin der Runde, Ursula Schlüter von der methodistischen Kirche, allen Teilnehmerinnen ein kleines Geschenk als Erinnerung an den gemeinsamen Nachmittag und als Symbol für den Aufbruch in das neue Jahr.