Kennenlernen, informieren und selbst ausprobieren. Diese Dinge standen für die Besucher beim "Tag der offenen Tür" in der Sekundarschule am Baumschulenweg auf dem Stundenplan.

Genthin l Besonders waren wieder die zukünftigen Schüler der Sekundarschule angesprochen. Sie wurden in Gruppen gemeinsam mit ihren Eltern durch das Gebäude geführt und nicht wenige waren von dem hellen sanierten Schulgebäude begeistert.

"Die Schule finde ich ganz okay", lobte die neunjährige Cilly, deren Schwester bereits die Sekundarschule besucht. "Besonders gut hat mir die neue interaktive Tafel gefallen", meinte sie nach der Besichtigung. Dort kann der Lehrer computergestützt Inhalte des Unterrichts auf der Wand erscheinen lassen und Informationen abrufen. "Das Schulgebäude und Lehrer kennenlernen, über Schulfächer informieren und sehen, wie es bei uns abläuft, das ist für die neuen Schüler interessant", umriss Schulleiterin Monika Reinhold den Hintergrund des Tages und konnte auch immer wieder ehemalige Schüler begrüßen.

"Mensch hier kann man ja jetzt den ganzen Tag bleiben", entfuhr es Sandra Gericke und Wiebke Dag. Die beiden Cousinen waren bis 2006 bzw. 2002 in der Sekundarschule und kannten diese nur vor dem Umbau, der 2011 abgeschlossen wurde. "Zu unserer Zeit war alles viel dunkler und nicht so schön." In vielen Räumen präsentierten Schüler und Lehrer den Unterricht von seiner besten Seite. Ob physikalische Experimente oder das Erschaffen kleiner Kunstwerke überall konnten die Besucher mitmachen oder zuschauen.

So gab es Line-Dance-Darbietungen, kleine Rätselaufgaben und natürlich jede Menge selbst Zubereitetes vom Hauswirtschaftskurs. Wie immer mittendrin in den Aktivitäten waren die Mitglieder der Schülerfirma KREA(K)TIV, die nicht nur eine Auszeichnung des Vereins Deutscher Ingenieure (VDI) präsentieren konnten, sondern auch einen Mitmachstand in der Töpferwerkstatt anboten.

Bürgermeister Thomas Barz, der sich gemeinsam mit Landrat Lothar Finzelberg ebenfalls an einen Rundgang durch das Haus anschloss, kam auf die Schülerfirma mit einer besonderen Idee zu. "Wir suchen für Ehejubiläen oder runde Geburtstage immer besondere Geschenke, es wäre schön, wenn wir Werke der Töpferfirma überreichen könnten." Davon zeigten sich die immer fleißigen "KREA(K)TIVEN durchaus angetan. Vielleicht hat also der Bürgermeister bald kleine getöpferte Nachbildungen des Wasserturms im Gepäck, wenn er zu goldenen Hochzeiten gratuliert. Auch sonst tut sich viel auf dem Gelände der Sekundarschule. Derzeit wird die Sporthalle energetisch saniert und ein Sozialanbau geschaffen. Zum neuen Schuljahr könnte der Anbau fertig werden.

"Die Maßnahme liegt momentan sowohl zeitlich als auch finanziell im Plan", machte Landrat Finzelberg deutlich. "Wir investieren hier insgesamt rund 1,36 Millionen Euro aus Förder- sowie Eigenmitteln", informierte er während seines Besuches. In den vergangenen Monaten waren die Schüler mit den sportlichen Aktivitäten ins Freie ausgewichen. Dort ist das Volleyballfeld wieder bespielbar gemacht worden. "Die Umgestaltung zum Beachvolleyballplatz hat nicht geklappt", bedauert Torsten Pisch, Vorsitzender des Fördervereins der Sekundarschule. Dennoch konnten eine neue Umrandung und neue Pfosten angeschafft werden, so dass der Schulhof aufgewertet wurde.

"Das nächste Projekt des Fördervereins ist die Ausgestaltung des Schulhofes mit Bänken", kündigt Pisch an. Damit solle es im Frühjahr weitergehen. Einen Schwerpunkt setzt die Schule auch auf den Bereich des integrativen Unterrichtes. "Wir sind gerade dabei unser Schulkonzept fortzuschreiben und werden in diesem Bereich viel tun", informierte Schulleiterin Reinhold.

Derzeit werden in den Klassen 7. bis 9. Haupt- und Realschüler integrativ in Kombinationsklassen unterrichtet und elf Förderschüler im gemeinsamen Unterricht durch die Förderschule Parchen in der Sekundarschule betreut, fügte der Landrat hinzu. Zu dem untersagten Besuch des Bildungsausschusses in der Parchener Dürerschule sagte Finzelberg: "Keineswegs habe ich etwas gegen Stadträte, die sich kreisliche Einrichtungen im Territorium der Stadt ansehen möchten." Der Landrat führte aus: "Bitte nicht zum Thema Schulentwicklungsplanung unmittelbar vor einer Beschlussfassung der kreislichen Gremien und einer Terminverkündung ohne vorherige Absprache mit dem Landkreis."

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