Im Goldenen Buch der Stadt Genthinfindet sich ein neuer Eintrag. Gestern Nachmittag schrieb sich die Schriftstellerin Monika Helmecke in der Stadt- und Kreisbibliothek auf einer neuen Seite in das Buch ein.

Genthin l Anders als bei früheren Würdigungen war die kleine Zeremonie diesmal in den Veranstaltungsraum der Stadt- und Kreisbibliothek verlegt worden. Nicht nur Freunde der Schriftstellerin, sondern auch Mitglieder aller im Stadtrat vertretenen Fraktionen wollten dabei sein, als Monika Helmecke die entscheidenden Wörter in den goldbraun eingefassten Folianten vornahm.

"Sie sind einmütig vom Stadtrat für den Eintrag benannt worden", machte Bürgermeister Barz in seinen einleitenden Worten deutlich. Der Bürgermeister zählte Werke aus dem Schaffen der Genthiner Schriftstellerin auf und rief biografische Stationen im Leben Helmeckes in Erinnerung.

"Monika Helmecke ist eine kluge unterhaltende und durch ihre Büchern fesselnde Schriftstellerin." Eines zeichne sie besonders aus, so Barz. "Sie hat eine ansteckende Freude an dem, was sie schreibt."

Die Stadt würdigt mit der Eintragung ins Goldene Buch das erfolgreiche Wirken der vielseitigen und bundesweit bekannten und anerkannten Autorin. Der 70. Geburtstag Monika Helmeckes im Oktober bot Anlass, die Ehrung vorzunehmen.

Monika Helmecke selbst war zunächst überrascht, als sie vor geraumer Zeit einen Anruf aus dem Sekretariat des Bürgermeisters bekam und sie gebeten wurde, einen Termin für den Eintrag in das Goldene Buch freizuhalten. "Eigentlich hätte auch mein Mann den Eintrag verdient, da wir ja immer zusammen auftreten, aber dennoch freue ich mich über die Ehre", verriet die Schriftstellerin.

Trotz ihrer zahlreichen Auftritte war sie vor der Veranstaltung aufgeregt. "Ich habe immer Lampenfieber, vor jeder Lesung und auch jetzt", verriet sie vor der Ehrung. Doch mit gleichmäßiger geschwungener Handschrift verewigte sich die Schriftstellerin in dem wichtigen Werk Genthins.

"Ich danke für die Ehre, mich hier eintragen zu dürfen. Mein Dank gilt aber auch den Stadtvätern, weil sie durch meine Person die Literatur auf einen Ehrenplatz erhoben haben", schrieb sie. Der Eintrag Helmeckes endet mit dem Wunsch, dass die Stadt Genthin in Frieden wachsen und blühen kann und lebendig bleibe.

Beigelegt ist der Seite auch eine Geschichte, die Helmecke noch während der Veranstaltung vorlas. Das aktuelle Goldene Buch der Stadt Genthin gibt es seit 1990. Als Erster verewigte sich Genthins katholischer Wendepfarrer Willi Kraning. Ihm folgten im Laufe der Jahre weitere honorigen Herrschaften. Unter ihnen der ehemalige Ministerpräsident Reinhard Höppner und der Grünen-Politiker Cem Özdemir. Die Musiker des Genthiner Blasorchesters hatten sich vor zwei Jahren verewigt. Ihnen folgte nun Monika Helmecke mit dem insgesamt 19. Eintrag