Die zehnjährige Neuenklitscherin Lotta Nebeling begrüßt Familie, Freunde und Bekannte bei ihrer ersten Ausstellung in der Stadtbibliothek Genthin. Viele Bilder entstanden unter Anleitung der Künstlerin Christine Klemke.

Genthin l Auf Schwedisch bedankte sich Lotta Nebeling gestern zur Eröffnung ihrer Ausstellung "Von Rotkehlchen, Katzen in Kohle und einem Wasserfall voller Sand" bei ihren Unterstützern. "Wir dachten das passt ganz gut, da sie und ihr Bruder Ole schwedische Vornamen haben", erzählt Mutter Christine.

Als "stilles, zartes Mädchen" kennt Malfreundin Karin Steffens die Bismarck-Schülerin. Mehr als 50 Jahre liegen zwischen den beiden, die einen Sonnabend im Monat gemeinsam Werke in Premnitz, bei der Berliner Künstlerin Christine Klemke, anfertigen. "Bei den Treffen in Premnitz lernt sie die verschiedenen Techniken", erzählt Steffens, "dann wird meist ein Motiv vorgegeben und wirklich den ganzen Tag konzentriert gemalt."

Der Hamburger Hafen auf Papas Shirt

Die Bilder für die Ausstellung hat sie mit ihrer Mutter ausgesucht. "Von mir hat sie das Talent nicht", sagt ihr Vater, der eines der ersten Bilder seiner Tochter, den "Hamburger Hafen", auf eines seiner Shirts trägt.Ihre Lieblingsfarben sind Grün und Blau. "Grün, weil es so lebendig ist, und Blau, weil ich es mit Wasser verbinde und in meiner Freizeit gerne schwimmen gehe", erzählt die Fünftklässlerin. Eines ihrer Lieblingsbilder in der Ausstellung trägt den Titel "Wasserfall voller Sand". Hier wurden die Acrylfarben mit Sand gemischt. Ihre ehemaligen Erzieherinnen der Kita Sonnenschein, Helga Pflaumbaum und Ursula Gnielka, sind begeistert von der künstlerischen Weiterentwicklung Lottas. "Das ist wirklich schön", sagt Gnielka bei der Betrachtung des Bildes "Parkplatz im Schnee". "Ich bin leider nicht so begabt", erzählt Mitschülerin Lina Richter, die gleichzeitig auch beste Freundin der Neuenklitscherin ist. Malen mit Kohle, Ölfarben, Pastellkreide und Edding ist nicht das einzige Hobby der Fünftklässlerin, die auch gerne reitet, liest und Flöte spielt. Die Ölbilder brauchen etwa ein bis zwei Wochen, bis sie getrocknet sind. "Die legen wir dann so lange auf den Wohnzimmerschrank", verrät die junge Nachwuchskünstlerin.

Berufswunsch ist Kindergärtnerin

Lottas Talent lässt vermuten, dass sie sich auch beruflich in diese Richtung orientiert. Weit gefehlt. "Ich möchte einmal Erzieherin oder Kindergärtnerin werden", sagt die 10-Jährige über ihre Pläne.

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