Die Straße zwischen Zerben und Güsen, die über die Schleuse führt, ist stark reparaturbedürftig.

Von Thomas Höfs

Zerben l Obwohl der Winter vergleichweise kurz und relativ mild war, hat er auch Spuren hinterlassen. Vor allem an der Verbindungsstraße zwischen Zerben und Güsen über die Schleuse nagt der Zahn der Zeit unerbittlich.

"Die Verbindung ist in einem katastrophalem Zustand", sagt der Zerbener Ortsbürgermeister Rolf Wegener. Die Straße beschäftigt den Kommunalpolitiker bereits seit Jahren immer wieder. Riesige Löcher stellen seit langer Zeit eine Gefahr für den Straßenverkehr dar, ist er überzeugt.

"Bis zum Beschluss vergehen noch einige Wochen"

Bei der Gemeinde habe er sich bereits für eine Erneuerung des Asphalts eingesetzt, betont der Ortsbürgermeister. Das Vorhaben könnte sogar in den Jahresetat der Kommune aufgenommen werden, meinte Wegener. Allerdings verfüge die Gemeinde bislang noch nicht einmal über einen Haushaltsplanentwurf, schildert er.

Die Verwaltung arbeite an dem Plan, habe die Verwaltung versichert, gibt er wider. Hier wirke sich das Hochwasserereignis vom vergangenen Sommer noch auf die Verwaltung aus, begründet er. Dennoch werde die Zeit angesichts des fortgeschrittenen Jahres knapp, meint der emsige Ortsbürgermeister. "Wir haben jetzt schon März. Bis das Papier beraten und beschlossen ist, vergehen noch einmal einige Wochen", rechnet er vor. Bevor dann die Straße saniert werden kann, sei es noch ein weiter Weg.

Doch erst einmal muss das Vorhaben den Weg in den Haushaltsplan schaffen. Erfahrungsgemäß sind bei der Planung des Etats die Wünsche oft größer als die zur Verfügung stehenden Mittel. Bereits im Vorfeld werden dann einige Vorhaben gestrichen, weil sie schlicht und ergreifend nicht finanzierbar sind, weiß auch Rolf Wegener. Ob die Straße zwischen Güsen und Zerben auf die Streichliste kommt, ist aber noch offen, beruhigt er. Erst einmal müssen alle Vorhaben auf den Tisch.

Dennoch zeigt er sich zuversichtlich, dass an der Straße etwas gearbeitet werde. Schließlich sei die Kommune auch für die Sicherheit der Fahrzeuge auf der maroden Verbindung verantwortlich. Wenn sich erst die ersten Bürger ihre Fahrzeuge beschädigt haben, müsse die Gemeinde womöglich haften, warnt der Ortschef. Unterm Strich koste dann auch die Untätigkeit Geld für den Steuerzahler. Aber ihm gehe es auch darum, dass die Einwohner der Ortschaft unbeschadet nach Güsen kommen. Schließlich hätten auch die Zerbener Einwohner ein Recht darauf, dass ihre Straßen ebenso gepflegt werden, wie in anderen Orten, unterstreicht der Ortschef. Unterschiede dürfe die Gemeinde hierbei nicht machen.