2669 Unfälle, 64 Schwerverletzte und zwei Tote - das ist die Bilanz des Polizeireviers Jerichower Land für das Verkehrsgeschehen im Jahr 2013. Der Trend ist rückläufig, doch die älteren Unfallverursacher nehmen weiter zu.

Burg/Genthin l Auf den Straßen des Landkreises krachte es im vergangenen Jahr 278-mal weniger als noch 2009. Bei den knapp 2700 Unfällen wurden 237 Personen leicht verletzt, 68 schwer und zwei starben. "Selbst zwei Unfälle mit getöteten Personen sind noch zu viel. Dennoch sind wir mit dem Ergebnis zufrieden. Für die kommenden Jahre muss es uns gelingen, die Zahl der Verkehrstoten und Schwerverletzten zu reduzieren. Wir haben aber die richtige Richtung eingeschlagen", so Revierleiter Dietmar Schellbach.

An den Unfallursachen hat sich im Vergleich zu 2012 nicht viel geändert. Unverändert sind die häufigsten Unfälle mit Wildwechsel verbunden (842). "Diese Unfälle passieren, weil sie schwer beeinflussbar sind. Hier kann man an die Fahrer nur immer wieder appellieren", betont der Revierleiter. Blechschäden beim Wenden oder Rückwärtsfahren (420) sowie zu geringer Abstand (402) folgen. "Bei vielen Unfällen ist es oft so, dass es ein Zusammenspiel aus verschiedenen Faktoren ist", erklärt Schellbach. Erschreckend: Bei 350 Unfällen flüchtete der Verursacher vom Unfallort. 62 Prozent aller Unfallverursacher kommen laut Statistik aus dem Landkreis.

Als bemerkenswert bezeichnete der Revierleiter den Rückgang der Unfallverursacher in der Altersklasse zwischen 18 und 24 Jahren. Waren es 2009 noch 356 sind es im vergangenen Jahr noch 206 Verursacher in diesem Alter gewesen. Beunruhigend ist dagegen der Anstieg in der Altersgruppe ab 60 Jahren: Von 308 Unfallverursachern im Jahr 2009 auf 374 im vergangenen Jahr. "Der demografische Wandel macht sich natürlich auch in dieser Statistik bemerkbar. Darum wird sich in den nächsten Monaten auch die Präventionsarbeit wieder in Richtung der Älteren verlagern", sagt Schellbach.

Bei 21 Unfällen im Jahr 2013 waren 21 Jugendliche im Alter zwischen 15 und 17 Jahren beteiligt. Drei weniger als noch ein Jahr zuvor, aber fast doppelt so viele wie 2011 und 2010. "Die Ursachen hier sind vielschichtig", sagt Schellbach. Es gab aber nur einen Unfall beim begleiteten Fahren, und der hatte mit Wildwechsel zu tun. "Ein erfahrener Beifahrer wirkt sich also auch positiv auf das Fahrverhalten des Jugendlichen aus", bilanziert Schellbach.

Bei Kontrollen des gewerblichen Güter- und Personenverkehrs wurden 2013 142 Fahrzeuge kontrolliert, davon 74 beanstandet. Bei allgemeinen Verkehrskontrollen mussten 351 Verstöße von Radfahrern und 420 Verstöße gegen die Anschnallpflicht geahndet werden. "Mit der Bilanz können wir schon sagen, dass sich unsere Arbeit ausgezahlt hat. Die Tendenz stimmt und das soll 2014 auch so fortgesetzt werden", fasst der Revierleiter zusammen.