Großeinsatz Freitagnachmittag auf dem Gelände der Kindertagesstätte "Wirbelwind" in Jerichow: Zahlreiche Eltern sind gekommen, um sich an den Arbeiten für die Anlage des Krippenkinder-Spielplatzes zu beteiligen. Der war nach der Einweihung der neuen Kita im Herbst 2010 noch nicht fertiggestellt worden.

Jerichow l Ein neu gepflanzter Baum, zwei kleine Federwipptiere - mehr war hier auf dieser Seite des Kita-Geländes noch nicht. Grün geworden war es auch schon irgendwie, aber richtiger Rasen ist noch nie angesät worden, erklärte Kita-Leiterin Elke Lehmann. "Eigentlich wollten wir das alles schon im vergangenen Jahr machen", sagt sie, aber es sei nicht recht Zeit gewesen. Dann kam auch noch das Hochwasser und mit ihm andere Sorgen.

Bevor nun aber der Grassamen in die Erde kann, musste erstmal der Boden vorbereitet werden. Dazu wurde die ganze Fläche gefräst. Mit der Fräse hatte Horst Mittendorf die Kita unterstützt. Durch das tiefe Lockern kamen jede Menge Steine, Schrott und anderes hoch. Mit dem Ausharken und Absammeln hatten die vielen Helfer nun alle Hände voll zu tun, bevor dann auch die gute Komposterde breitgeharkt werden konnte.

Komposterde gesponsert, ebenso Fräse und Radlader

Eine große Fuhre Kompost vom Platz der AJL bei Parey hatte die Jerichower Firma Lücke Tief- und Gleisbau organisiert und gesponsert, und Tino Lücke verteilte die Erde nun mit dem Radlader auf der Fläche.

Am Tag zuvor war bereits ein Mini-Rodelberg angelegt worden - ein kleiner Hügel, der für die Jüngsten ausreicht, um Spaß mit den Schlitten und im Sommer auch mit kleinen Rollern zu haben.

Später soll als Abschirmung zur Straße hin noch eine Hecke gepflanzt werden, kündigte Erzieherin Elke Thele an, die so ein bisschen "den Hut auf hat" beim dem Spielplatz-Projekt.

Rechts hinten in der Ecke sollen Weidenhäuser entstehen. Die Weidenruten dafür liegen schon bereit: Sie wurden von der Stiftung Kloster Jerichow bereitgestellt, auf deren Flächen Weiden wachsen und wo für die Hochbeete auch immer Weidenreiser benötigt werden. Auch weitere Sträucher sollen im hinteren Bereich gepflanzt werden.

Ganz vorn gleich neben dem befestigten Weg soll ein zweiter Sandkasten angelegt werden. Denn einer ist zu klein für alle Kinder - kleine und größere - wissen die Erzieherinnen. Der erste befindet sich ganz in der Nähe, und die Kinder sollen dann künftig auch mit ihren kleinen Schubkarren und Plaste-Lkw Sand hin- und herfahren können.

Ausgeschachtet ist der Platz für den neuen Sandkasten bereits. Das haben die Stadtarbeiter erledigt, ebenso das Fräsen.

Unterstützung von der Stadt bekommt die Kita für die weitere Geländegestaltung in jeder Weise, zumal diese auch Träger der Einrichtung ist. Einige Extra-Wünsche können jedoch dank eines Spendenkontos erfüllt werden, das die Kita über die Stadt eingerichtet hat. Dieses Geld ist zweckgebunden für die Kita, und die Erzieherinnen würden sich natürlich freuen, wenn immer wieder etwas dazu kommt...

Kita ist mit 130 Kindern zur Zeit "randvoll", weitere angemeldet

In diesem Sommer werden die Kinder noch nicht auf dem neuen Krippen-Spielplatz toben können. Das Gras muss erstmal wachsen. Zum Glück ist auf den anderen drei Seiten des Gebäudes noch viel Platz zum Spielen, und vormittags können die Kita-Kinder auch ab und zu den benachbarten Hortspielplatz nutzen, sagt Elke Lehmann, die auch Hortleiterin ist.

Trotzdem freuen sich alle darauf, dass die neue Spielfläche "in Beschlag" genommen werden kann, denn zur Zeit ist die Kita randvoll: Einschließlich Hort werden 130 Kinder hier betreut, und ab Mai gibt es schon die nächsten Anmeldungen. An "Kinder-Nachschub" mangelt es derzeit also nicht.

Bilder