Mit einer Festveranstaltung feierte der Rassekaninchenzuchtverein Tucheim am Sonnabendabend das 30-jährige Bestehen des Vereins. Zahlreiche Ehrungen wurden vorgenommen.

Tucheim l "Trotz unserer 30-jährigen Geschichte sind wir noch ein junger Verein, aber inzwischen schon gestandene ,Mannsbilder` geworden", machte Vereinsvorsitzender Siegfried Maiwald in seiner Festrede deutlich. Mit 19 Mitgliedern war der Verein am 13. April 1984 gegründet worden.

Begonnen hatte alles in einer Annahmestelle für Schlachtkaninchen. Siegfried Maiwald: "Viele unserer damaligen Züchter füllten sich die Taschengeldkasse auf. Bei einer dieser Aufgaben bekamen wir Besuch vom Kaninchenverein Genthin. Sie erzählten uns von den Vorzügen eines Vereinslebens." Und so war die Idee der Vereinsgründung geboren. Diese wurde genau wie 30 Jahre später die Jubiläumsfeier in der Gaststätte "Zum Fiener" vollzogen. Zum Vorsitzenden wurde Detlef Jeserick, zu seinem Stellvertreter der heutige Vereinsvorsitzende Siegfried Maiwald gewählt. 19 Mitglieder waren damals bereits gewonnen.

Eseldame Zilly ist das Maskottchen des Vereins

Im Laufe der Zeit legte sich der Verein ein Maskottchen zu: die stolze Eseldame Zilly. Dank der guten Pflege bei Familie Friedrich kann sie nun schon auf über 40 Lebensjahre blicken. Gepflegt wird sie vom ältesten Mitglied des Vereins, Reinhold Friedrich, der am 3. April seinen 76. Geburtstag feiert.

Die erste Kreisschau des Vereins fand 1985 statt, gleich neben der damaligen Tankstelle Schüler. Die zweite folgte 1987.Zwei Jahre später hatte die Parteiführung angeordnet, den Namen G 917 abzulegen. Die neue Bezeichnung war M16.Nach dem "Wendejahr" stellte der Verein 1990 den Antrag auf Mitgliedschaft im Kreisverband Genthin. "Die alte Bezeichnung G 917 bekamen wir auch zurück", so Siegfried Maiwald. Damit musste auch ein neuer Vorstand gewählt werden. Dem Vorsitzenden Siegfried Maiwald stand Reinhold Friedrich als Stellvertreter zur Seite. Anlässlich des zehnjährigen Vereinsbestehens fand am 3. und 4. Dezember 1994 die letzte Kreisschau des Kreises Genthin in Tucheim statt.

Die acht Kaninchenvereine präsentierten 329 Tiere. Tucheim belegte bei der Vereinsmeisterschaft den zweiten Platz. "Unser Retter in der Not war die Agrargenossenschaft. Sie stellte uns die Hallen kostenlos zur Verfügung", erinnerte sich der Vorsitzende.

Mit der Zusammenführung der Altkreise Burg und Genthin zum Jerichower Land im Jahr 1995 gab es insgesamt 15 Kaninchenvereine. Aktuell sind es 21.Von 1995 bis 2003 führte der Tucheimer Verein jedes Jahr eine Jungtierschau durch. Bis zum heutigen Tag haben die Tucheimer Züchter zehn Kreisschauen ausgerichtet. In diesem Jahr folgt am 15. und 16. November die 11. offene Kreisschau.Auf Unterstützung durch Sponsoren konnte der Verein immer bauen. Siegfried Maiwald: "Bis 2013 hat sich die Anzahl unserer Sponsoren auf 84 Firmen und Personen erhöht." Mit Ehrenpreisen kehrten Vereinsmitglieder auch schon von zwei Europa-Schauen sowie von Bundesschauen zurück. Dazu kommen zahllose Landes-, Landesjugend-, Kreis- und Kreisjugendmeister. Auch die materielle Ausstattung wurde kontinuierlich verbessert. So wurden eigene Vereinskäfige für Kreis- und Ortsschauen gekauft. Jedes Vereinsmitglied erhielt T-Shirt, Sweatshirt und Vereinsjacke.

Von den 26 Mitgliedern sind acht Jugendliche

Aktiv arbeitet der Tucheimer Ortsverein auch im Kreisvorstand des Landkreises Jerichower Land mit. Siegfried Maiwald ist Stellvertreter und Obmann für Schauen, Dirk Haverney Schatzmeister und Guido Stärke Leiter für die Jugendarbeit. Kreisverbandsvorsitzender Helmut Halupka, Ortsbürgermeister Joachim Böhl sowie Vereine aus der Genthiner Region und aus Kamern gratulierten zum Jubiläum.

Derzeit zählt der Rassekaninchenzuchtverein G 917 Tucheim 26 Mitglieder: 18 Senioren und acht Jugendliche. Darunter sind mit Siegfried und Dieter Maiwald sowie Reinhold und Michael Friedrich noch vier Gründungsmitglieder.

   

Bilder