Für die Schlagenthiner und ihre Gäste war am Sonnabend der Tag der offenen Tür der Freiwilligen Feuerwehr, der gemeinsam mit dem Heimatverein vorbereitet und durchgeführt wurde, ein Muss. Der Platz an der Feuerwache war dafür wie geschaffen.

Schlagenthin l Nach der Eröffnung gegen 14 Uhr ließen die Gäste nicht lange auf sich warten. Die von den Veranstaltern aufgestellten Partygarnituren waren durchweg besetzt, und die Händler des Flohmarktes hatten "Stellung bezogen". Erstmals hatten Heimatverein und Feuerwehr sich für das Ausrichten eines solches Flohmarktes entschieden. "Dass gleich bei der Premiere knapp 20 Stände aufgebaut wurden", sagte Yvonne Ringwelski, "haben wir nicht erwartet. Das ist einfach Wahnsinn." Kinderbekleidung, Bücher, Keramik - hier konnte man nach Herzenslust kramen und kaufen. Dass die Geschäfte gut liefen, bestätigten unter anderem auch die jungen Verkäuferinnen Luise und Helene, die Bekleidung anboten.

Der Erfolg dieser Veranstaltung kam allerdings nicht von ungefähr. Bevor wir ein solches Fest organisieren, überlegen wir natürlich ganz genau, womit wir Leute begeistern können, wir sind bemüht, uns jedes Jahr etwas Neues einfallen zu lassen. Man muss wissen, was die Leute wollen, verlautbarten die Organisatoren der Feuerwehr und des Heimatvereins. Ihre Zusammenarbeit ist im Stremmeort bereits über viele Aktivitäten gewachsen. 15 Leute hatten das Programm um das Feuerwehrgerätehaus vorbereitet und mussten dafür auch den ganzen Tag auf den Beinen sein.

Ein Kuchenbasar, sowohl Heimatverein als auch Feuerwehr steuerten selbstgebackenen Kuchen bei, Kinderschminken, Grillen und natürlich reichlich Gerstensaft boten den Rahmen für das Zusammensein aller Generationen. Eine große Hüpfeburg kam dem Bewegungsdrang der kleinen Gäste entgegen. Bei Spielen gab es kleine Preise zu gewinnen, für die die Organisatoren Sponsoren gewinnen mussten. "Wir wollen mit unserem Programm Spiel, Sport und Spaß bedienen", formulierte Wehrleiterin Christine Pata am Rande des geselligen Treibens gemeinsam mit Yvonne Ringwelski vom Heimatverein das Motto des Tages.

In besonderem Maße suchte die Schlagenthiner Feuerwehr den Schulterschluss mit den Schlagenthinern. Die Feuerwehrleute hatten die moderne Technik zur Demonstration vor der Halle positioniert und erklärten dann, über Mikrofon gut zu verstehen, die moderne Technik, mit der die Schlagenthiner Wehr ausgestattet ist. Des Weiteren führten die Feuerwehrleute Einsatzbekleidung im Wandel der Zeiten - aus den 1950er Jahren bis zur modernen Ausstattung - vor.

"Wir wollen den Schlagenthinern zeigen, was sich in der Wehr getan hat, welche Anschaffungen es gegeben hat", erklärte Christine Pata. Die Demonstration war gut organisiert: informativ, nicht zu langatmig, unterhaltsam. Auch die Herren an den Biertischen horchten gespannt zu.

Für Wehrleiterin Pata war es in erster Linie wichtig, den Tag der offenen Tür dafür zu nutzen, um Kinder für die Jugendfeuerwehr zu begeistern. "Jeder, der mitmachen will, ist bei uns willkommen", sagt sie.

Nach dem großen Kassensturz will sich der Heimatverein der Bepflanzung des neuen Hochbeetes an der Ortsdurchfahrt widmen.

   

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