Neuenklitsche (spö) l Als es in der vergangenen Woche wie aus Eimern goss, schien es, als ob die Naturgewalten auf den schlechten Zustand des Sandlakenweges bei Neuenklitsche nachhaltig Eindruck machen wollten.

Nur wenige Meter war der Weg an diesem Tag begehbar, ganz zu schweigen befahrbar. "Da hinten ist gleich Schluss", verhieß Landwirt Richard Nebeling der Runde, die über die nähere Zukunft des Weges zu entscheiden hatte. Sie soll mit einer Neuigkeit verbunden sein. Denn für Vertreter landwirtschaftlicher Betriebe, eines ortsansässigen Unternehmens, der Forst, des Landkreises und der Stadt Jerichow hat sich eine Möglichkeit aufgetan, zügig in nur wenigen Wochen den Wegebau in diesem Abschnitt voranzutreiben. Andererseits würde sich die übliche Dauer eines solchen Vorhabens über mehr als ein Jahr erstrecken, versicherte Edmund Herrmann, Geschäftsführer des Bauernverbandes Jerichower Land, der ebenfalls vor Ort war.

Marita Sontowski versicherte den Anwesenden, dass die Zustimmung der Stadt Jerichow erteilt werde. Ein Mitarbeiter der Kreisverwaltung sah für die Erteilung der erforderlichen naturschutzrechtlichen Genehmigung ebenfalls keine Hindernisse.

Die Umsetzung des Wegebaus erfolgt in Eigenregie der Albrecht/Nebeling GbR, der Firma Deutschmann aus Schlagenthin und Gut Wilhelmsthal, Inhaber Landwirt Enno von Katte. Befestigt wird der drei Meter breite Weg, der in seinem jetzigen Zustand zuweilen völlig unpassierbar ist, mit Recycling-Material.

Lutz-Georg Berkling, christdemokratischer Landratskandidat, sprach von einem "bemerkenswerten Projekt", bei dem die Landwirte in Eigenleistung den Weg wiederherrichten.

Der nicht gewidmete, etwa ein Kilometer lange Weg führt zum Teil durch Wald, aber auch an bewirtschafteten Ackerflächen vorbei.

Mit seiner Befestigung ist er auch wieder für Angler nutzbar.