Offene Mühlen waren am Pfingstmontag beliebtes Ausflugsziel vieler Familien. Auch die Bockwindmühlen in Parchen und Mützel lockten etliche Besucher an.

Genthin l "Kikeriki. Kikeriki." Der Mühlentag in Parchen war schon von weitem zu hören. Clever, die Veranstaltung mit dem Wettkrähen der Hähne zu beginnen und so die Besucher akustisch auf die offene Mühle aufmerksam zu machen. 43 Hähne hatten sich versammelt, als der Vorsitzende des Parchener Geflügelzuchtvereins, Jürgen Stämmler, um 10 Uhr den Startschuss gab.

30 Minuten wurde nun wie wild gekräht. Oder auch nicht. Etlichen Hähnen hatte es die Sprache verschlagen. Und so mussten Heiko Wille und Lieselotte Schulenburg fast 20 Abmahnungen schreiben. So eine bekommt jeder Hahn, der gar keinen Kräher von sich gegeben hat. Friedrich I. war so ein Kandidat. Der Hahn der neunjährigen Emma Lendner "kräht zu Hause den ganzen Tag", wie die Besitzerin versicherte. Jetzt, wo es drauf ankam, machte er keinen Mucks.

"Der fühlt sich eben nicht wohl in der Kiste", nahm Emma ihren Hahn in Schutz, bevor sie ihn wieder nach Hause brachte. Kleiner Trost für die Neunjährige: Der Hahn ihres Opas, der auf den schönen Namen Friedrich II. hört, (Der Hahn, nicht der Opa, der heißt nämlich Karl-Heinz Gabriel) krähte auch nicht.

Dass es auch anders geht, zeigte das Tier von Jens-Peter Zahr. Mit 51 Anschlägen krähte es die Konkurrenz vom Platz und sicherte sich den Sieg. Dazu gab es einen Sack Weizen sowie einen Beutel Spargel. Zur Siegerehrung sollte eigentlich die Hohenseedener Spargelkönigin anrücken. Die kam nicht, so übernahm Bürgermeister Thomas Barz. "Fast genauso schön", kommentierte Jürgen Stämmler.

Der Mühlentag hatte allerdings weitaus mehr zu bieten als krähende Hähne. In Mützel führte Klaus Kageler durch das Denkmal, in Parchen übernahm Elke Lendner die Führungen. Außerdem gab es, wie unsere Bilder zeigen, rennende Karnickel, einen tollen Ausblick und lustige Spiele.

   

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