Feuerwehrleute leisten nicht nur Hilfe in Notsituationen, sondern sind auch in der Lage, sich kniffligen Aufgaben zu stellen und diese gemeinsam zu lösen. Beim Stationenwettkampf in Neuenklitsche zeigten sechs Wehren pfiffigen Sportsgeist.

Neuenklitsche l Mit viel Humor begingen die Mitglieder der Freiwilligen Feuerwehr Neuenklitsche ihr 120-jähriges Jubiläum. Ein Höhepunkt war der kuriose Aktionskurs mit sechs Stationen rund um das Dorfgemeinschaftshaus.

Dort mussten die Feuerwehrteams beispielsweise zu fünft auf vier Bierkästen eine Strecke von zehn Metern überwinden. Allerdings hört sich das leichter an, als es tatsächlich ist. Eine Kiste hinten entfernen, nach vorn durchreichen, abstellen und als Team aufrücken. "Das Problem ist, das Gleichgewicht zu halten und sich dennoch schnell zu bewegen", beschreibt Jan Brückner von der Feuerwehr Kleinwusterwitz das Prozedere.

Nicht minder knifflig war eine Station, an der fünf dicke A-Schläuche zu einem Rund zusammengekoppelt werden mussten. "Die sind dafür eigentlich nicht gemacht", erklärt Martin Winkler, Wehrleiter der Neuenklitscher Feuerwehr. Normalerweise werden die starren Schläuche gerade ausgelegt, um Wasser beispielsweise aus Teichen zu entnehmen. Außerdem müssen die Schläuche mit speziellen Schlüsseln gekuppelt werden, damit sie nicht auseinanderspringen. Die Lokalmatadoren schlugen sich bei dieser Aufgabe bestens.

Dafür hatten die Kollegen aus Altenklitsche ein glückliches Händchen mit der Wahl von Carola Best. Sie musste eine Erste-Hilfe-Puppe mit einer Feuerwehruniform ausgehfertig ankleiden. Also Schnürsenkel binden, Mütze aufsetzen, Krawatte binden und Jacke schließen. In 52 Sekunden brachte sie die Aufgabe zu Ende.

"Ich habe zwei Söhne und einen Ehemann, was glauben Sie, wie oft ich früher Schnürsenkel bei den Kindern und Krawatten bei meinem Mann binden musste", lachte Best nach ihrem Einsatz. An den weiteren Stationen musste getastet, geraten und mit viel Geschick zwei Würfel aus einem Schlauch befreit werden.

"Wir wollten den Tag heute locker und mit viel Spaß begehen", erläuterte Martin Winkler den nicht ganz ernsten Wettkampf, bei dem am Ende die Nachbarn aus Altenklitsche die Nase vorn hatten. Bereits am Morgen waren die Feuerwehren gemeinsam in einem bunten Umzug durch den Ort gezogen. Neben den Kameraden schlossen sich auch mehrere Feuerwehrfahrzeuge dem Umzug an.

Der Nachmittag gehörte dann den Kindern und Familien, denen mit Glücksrad, Zielspritzen und Kinderschminken viel Unterhaltung geboten wurde. Das Programm wurde mit Vorführungen zur Ersten Hilfe und der Wundversorgung abgerundet. Die Feuerwehr Brettin zeigte eine Fettbrandexplosion und die Feuerwehr Jerichow das neu angeschaffte Drehleiterfahrzeug.

   

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