Bergzow l Es war ein Abschied, bei dem es nicht ohne Tränen abging. Fast auf den Tag genau vor 20 Jahren hatte Renate Räcke in Bergzow das Amt der Bürgermeisterin übernommen, später wurde sie Ortsbürgermeisterin. Sehr viel Positives sei gemeinsam erreicht worden in dieser Zeit, blickte sie zurück - wenn es sicher auch nicht immer allen Bürgern recht gemacht werden konnte. Einige "Baustellen" müsse sie nun leider ihrer Nachfolgerin übertragen. "Das Wichtigste ist unser Dorfgemeinschaftshaus, die Fertigstellung der Genthiner Straße, die weitere Gestaltung unseres Friedhofs und das Sauberhalten der Friedhofsmauer."

Von vielen Einwohnern sei ihr aufgetragen worden, Günther Grams und seinem Kollegen Danke zu sagen für die hervorragende Arbeit im Dorf, fügte sie an. Sie verspreche, auch künftig nicht mit geschlossenen Augen durchs Dorf zu gehen und wünschte dem neuen Ortschaftsrat und seinen Familien alles Gute.

Zur Nachfolgerin von Renate Räcke wurde einhellig Antje Wascher gewählt, die auch bisher schon im Ortschaftsrat wie auch im Bürgerverein sehr aktiv im Dorf war. Und Stellvertreter bleib Hans-Joachim Bauer. Er wurde in Abwesenheit (er war weit weg auf Reisen) ebenfalls einstimmig gewählt. Seine Bereitschaft hatte er im Vorfeld bekundet.

Ein Dankeschön für Renate Räcke werde es noch in gebührendem Rahmen geben, kündigte Dr. Stefan Ringwelski an, der Jüngste im neuen Rat.

Die zur Zeit brennendste Frage im Dorf griff Bernd Räcke auf: Wie geht es weiter mit dem gesperrten Dorfgemeinschaftshaus? "Wenn sich der neue Gemeinderat formiert hat, wird er sicher bei der Haushaltsplanung darüber sprechen", sagte Bürgermeisterin Jutta Mannewitz. Sie glaube nicht, dass sich in diesem Jahr noch etwas ändern werde. Fördermittel zu bekommen, sei recht unwahrscheinlich.

Er sei zuversichtlich, dass viele Gemeinderäte eine positive Meinung zum Dorfgemeinschaftshaus haben, sagte Stefan Ringwelski. Er hoffe, dass auch Sponsoren gefunden werden, und sprach auch noch einmal die Möglichkeit an, über die Installation einer Solaranlage Unterstützung bei der Dachsanierung zu bekommen, wie es Gordon Baier vorgeschlagen hatte. Ein wichtiger Punkt, der noch einmal abgeklärt werden müsse, sei aus seiner Sicht, dass es eine Kostenschätzung über 60 000 bis 70 000 Euro gebe, während er von einem Zimmermann die Auskunft bekam, dass man es für 50 000 Euro hinbekomme. Ob darin dann schon alle Kosten enthalten wären, sollte noch mal besprochen werden. Auch eine Spendenaktion im Dorf könne er sich vorstellen, sagte Ringwelski. "Sicher bekommen wir dabei keine Unsummen zusammen, zeigen aber unseren Willen, dass wir sehr daran interessiert sind." Denn in Bergzow gebe es ein Zusammengehörigkeitsgefühl, das über Jahre durch Vereinsarbeit aufgebaut wurde. Gerade das Dorfgemeinschaftshaus habe dabei eine wichtige Rolle gespielt. Ohne das Haus falle vieles weg. Das sei sehr schade.