Genthin (khu) l Wenn Rasenmäher nicht gemütlich über die Wiese tuckern, sondern mit 80 Sachen um die Wette rasen, dann veranstaltet Rainer von Ende auf dem Rodelberg sein Rasentraktorrennen. Die 15. Auflage gab es am Sonnabend.Idlllisch liegt er da, der Genthiner Rodelberg. Eine große Traube Zuschauer schaut ihm erwartungsvoll entgegen. Knatternde Motoren heizen die Stimmung an. "Der Berg ruft", sagt Moderator Dieter Kreitling. Sein Sohn Lian Steffan hält ein Schild in die Luft, noch 20 Sekunden. Als das Startsignal erklingt, ist es mit der Idylle vorbei. Die Motoren der Rasentrecker machen richtig Krach. Die Zuschauer, die Veranstalter Rainer von Ende anfeuern, der mit der Startnummer 16 aussichtsreich auf Platz 4 liegt, machen die Geräuschkulisse komplett. Staub wirbelt durch die Luft.

Das kann auch Rennleiter Steffen Frank aus Genthin bestätigen. Vier Jahre lang war er in der offenen Klasse selbst am Start. "Das ist gesundheitlich nicht mehr drin", sagt er und zeigt bedauernd auf seinen Nacken. "Und die Rennleitung muss ja auch jemand übernehmen." Auch für die Siegerehrung, bei der die Stimmung ihren Höhepunkt erreicht ist Steffen Frank zuständig. Erst gegen Abend haben die letzten Rasentrecker das Gelände verlassen. Und der Rodelberg? Liegt nun wieder idyllisch da. Bis zum nächsten Jahr, wenn es am 8. August wieder heißt "der Berg ruft".