Felder mit reifem Getreide, mittendrin ein Traktor und ein Mähdrescher, im Hintergrund viel Grün, einige Dächer von Kade und der Kirchturm - diese typischen Bilder des Dorfs findet man künftig nicht nur bei einem Spaziergang in die Umgebung, sondern mittendrin. Denn das Trafohäuschen wurde zum Kunstwerk.

Kade l In vielen Orten gibt es sie bereits, diese "Hingucker", zu denen die vormals grauen und unansehnlichen, mitunter beschmierten Trafohäuschen wurden. Jetzt hat auch Kade eins, und das an ganz zentraler Stelle - an der Ortsdurchfahrtsstraße neben der Einfahrt zum Dorfgemeinschaftshaus.

"Da kann es jetzt manchem Autofahrer passieren, dass er versehentlich auf den Traktor wartet, der von rechts kommt", scherzt Ortsbürgermeister Heinz Beier und lobt damit gleichzeitig, wie naturgetreu die Darstellungen sind. "Mich haben schon viele Einwohner angesprochen und gesagt, wie schön es geworden ist", berichtet er und schließt sich dem an. Alles Typische des Ortes sei drauf - die Landwirtschaft, die Kirche...

Die Bilder sind gemeinsam mit den beiden Künstlern von ART-EFX aus Potsdam - Daniel Siering und Hendrik Uterwedde - ausgesucht und die Entwürfe dann mit dem Heimatverein abgestimmt worden.

Diese Verschönerungsaktionen der Trafostationen werden vom Netzbetreiber Avacon in Auftrag gegeben, um die Ortsbilder zu verschönern. Avacon-Kommunalreferent Klaus Schmekies war deshalb auch zusammen mit Harald Bothe, Bürgermeister der Einheitsgemeinde Stadt Jerichow, und Ortsbürgermeister Heinz Beier vor Ort, um das Kunstwerk in Augenschein zu nehmen. Sie alle waren sehr beeindruckt von der Arbeit der Künstler.

Spraydosen mit den verschiedensten Farbtönen haben die beiden verwendet und gar nicht mal viel Zeit benötigt, denn sie haben schon viel Erfahrung mit der Gestaltung solcher Bilder. Kleine Vorlagen nahmen sie zu Hilfe - Fotos von Mähdrescher und Traktor. Es wurde grundiert, vorskizziert und dann wurden die Details ausgearbeitet.

Insgesamt hat Avacon in den vergangenen drei Jahren etwa 150 Trafostationen auf diese Weise verschönern lassen. Bis zum Herbst sollen noch etwa 40 weitere Stationen dazukommen. Schmekies weiß, dass dies nicht nur eine Aktion ist, die bei den Bürgern sehr gut ankommt, sondern auch eine Präventionsmaßnahmen gegen wilde Graffiti. So bleibt zu hoffen, dass auch diese Bilder lange so schön bleiben ohne beschmiert zu werden.

 

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