Die Fieneroder sind in Sorge um ihre Ortsdurchfahrt. Schwere Lkw zerfahren die Straße. An einigen Stellen sind die Platten bereits aufgebrochen. Doch die Stadt sieht derzeit keinen Handlungsbedarf.

Fienerode l "Die Ortsdurchfahrt geht immer mehr kaputt", sagt Fienerodes Ortsvorsteher Ludger Schattmann und deutet auf einen Riss in den Platten. "Das ist nicht die einzige Stelle", macht Schattmann seinem Unmut Luft.

Betonfahrbahn seit den 80er Jahren

Die Betonfahrbahn der Ortsdurchfahrt, der Fienerstraße, wurde im Jahr 1985 von den Ortsbewohnern in Eigenarbeit hergerichtet. Damals reichten die Platten vollkommen aus, mit dem heutigen Verkehr der Lkw hatte niemand gerechnet. "Heute donnern 40-Tonner durch den Ort", so der Ortsvorsteher. Nicht wenige der 75 Einwohner der Ortschaft fühlen sich gestört."Die Erschütterungen sind immens, bei uns klirren die Gläser im Schrank", erzählen sie. Die Lkw kommen von der B 107 und liefern Gülle bis an die angrenzenden Felder. Die häufigen Fahrten besonders im Frühjahr und Sommer nerven die Anwohner, sind aber kaum zu vermeiden. Der Lärm und die Erschütterungen in den Häusern sind aber nur eine Seite des Ärgers, die andere sind die vielen schadhaften Stellen im Fahrbahnbelag. "Im Moment sind es nur einzelne Bruchstellen und Risse, irgendwann geht aber die ganze Fahrbahn kaputt", befürchten die Anwohner. "Mir wäre daran gelegen, mit der Stadt noch einmal einen Vor-Ort-Termin zu vereinbaren, um zumindest die schlimmsten Beschädigungen erneut in Augenschein zu nehmen", schlägt Schattmann vor. Die Stadt Genthin hat vor einigen Jahren bereits die Notwendigkeit für die Reparatur bestimmter Schäden gesehen, ein Dutzend Stellen wurden dabei ausgebessert. "Im Rahmen der Straßenunterhaltung wurden 2012 mehrere Schadstellen in der Betonfahrbahn repariert", bestätigt Paul Karle, Leiter des Fachbereich Verwaltung/Bürgerservice bei der Stadt Genthin.

Aktuell sieht die Stadt keinen Handlungsbedarf

Als Gemeindestraße liege die Fienerstraße in der Verantwortung der Stadt. Allerdings schränkt Karle ein: "Aus der erneuten Überprüfung am 17. Juni dieses Jahres wurde im Rahmen der Verkehrssicherheit kein akuter Handlungsbedarf abgeleitet."

Auch einen Bedarf für einen Vor-Ort-Termin sieht der Fachbereichsleiter derzeit nicht, denn im Rahmen regelmäßiger Kontrollen werden Mängel erfasst und bei Bedarf erforderliche Reparaturen veranlasst. Kurzfristig können die Fieneroder also nicht mit einer Instandsetzung der Straße rechnen, auch der Schwerlastverkehr wird sich nicht verringern.

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