Großer Bahnhof herrschte am Sonntagnachmittag auf dem Radweg von Ziesar nach Schopsdorf sowie auf dem Ländlichen Weg von Gottesforth nach Paplitz.

Schopsdorf/Paplitz l Mit einer Fahrradtour eröffneten am Sonntagnachmittag mehr als 300 Fahrradfahrer, unter ihnen auch Landrat Steffen Burchhardt, offiziell den Radweg von Ziesar nach Schopsdorf sowie den ländlichen Weg von Gottesforth nach Paplitz. Auf der Burg Ziesar wurden die Radler durch die Vorsitzende des Kultur- und Heimatvereins Ziesar, Silvia Zimmermann, und durch Bürgermeister Dieter Sehm begrüßt.

Die rund 15 Kilometer lange Strecke führte zunächst von der Burg Ziesar zum Mühlentor und zum neuen Radweg auf der Schopsdorfer Chaussee. Dort wurde in Höhe "Holgers Waldstübchen" das Band für das Land Brandenburg durchschnitten.

Weiter ging es nach Schopsdorf und Gottesforth. Dort wurde dann am Beginn des Ländlichen Weges nach Paplitz das Band für Sachsen-Anhalt durchschnitten. Anschließend radelten die Fahrradfahrer auf diesem Weg bis zum Dorfgemeinschaftshaus nach Paplitz. Ortsvorsteher Franz Schuster gab unter dem Motto "Was verbindet Ziesar und Paplitz" einen kurzen geschichtlichen Abriss.

Danach konnten sich alle Teilnehmer bei Kaffee und Kuchen sowie von der Ortsfeuerwehr Ziesar Gegrilltem stärken, bevor es wieder zurück nach Ziesar ging. Die Paplitzer Frauen hatten fleißig Kuchen gebacken.

Für die Ziesaraner war der 10. April dieses Jahres ein denkwürdiger Tag. Endlich wurde der langersehnte Bau des Radweges in Richtung Schopsdorf mit einem symbolischen Spatenstich begonnen. Die für Radfahrer extrem gefährliche Strecke zu den Gewerbegebieten war in den vergangenen Jahren durch die Stadt immer wieder angemahnt worden. Das Land Brandenburg zog nun den Radweg der Baumaßnahme L93 vor und der Minister für Infrastruktur und Landwirtschaft des Landes Brandenburg, Jörg Vogelsänger, ließ es sich nicht nehmen, gemeinsam mit den Bürgermeistern von Ziesar und Genthin den "ersten Spatenstich" zu vollführen. Die rund zwei Kilometer lange Strecke kostete zirka 850 000 Euro.

Vor neun Jahren erster Teil des Radweges

Seit neun Jahren wurde dieses Vorhaben verfolgt. 2006 war der Radweg vom Gewerbe- und Industriegebiet Schopsdorf bis zur Ortschaft Schopsdorf angelegt worden. Im Juli 2011 dann folgte die Weiterführung des Radweges von Schopsdorf entlang der Landesstraße 52 bis nach Magdeburgerforth. Mit der Fertigstellung des Ländlichen Wegebaus Schopsdorf-Paplitz gibt es jetzt einen Fahrradrundkurs mit einer Länge von 11,3 Kilometern. Es ist dann möglich, von Magdeburgerforth über Schopsdorf, Ziesar und Paplitz wieder zurück nach Schopsdorf mit dem Rad zu fahren.

Für die durch das Amt für Landwirtschaft und Flurneuordnung geförderte und am 14. April 2014 begonnene Baumaßnahme Ländlicher Wegebau zwischen den Ortschaften Schopsdorf und Paplitz mit Abzweig zum Ortsteil Gehlsdorf konnte Mitte August die Verkehrsfreigabe erfolgen. Die Hauptverbindung zwischen Schopsdorf und Paplitz ist rund 3000 Meter lang. Die Fahrbahn wurde in 3,50 Meter Breite mit einer Asphalttragdeckschicht befestigt. Der Abzweig zum Ortsteil Gehlsdorf ist zirka 800 Meter lang und wurde in einer Breite von drei Metern ebenfalls mit einer Asphalttragdeckschicht befestigt. Seitliche Bankette und Versickerungsmulden schließen sich an. In regelmäßigen Abständen wurden Ausweichstellen vorgesehen und die bestehenden Wald- und Feldzufahrten angebunden. Die Kosten der Wegebauarbeiten belaufen sich auf rund 550 000 Euro und wurden zu etwa 65 Prozent gefördert.

Im Spätherbst erfolgen abschnittsweise wegebegleitende Baum- und Strauchpflanzungen, die als Ausgleichs- und Ersatzmaßnahmen im Rahmen des Naturschutzes vorzusehen sind.

Die Gesamtmaßnahme zum ländlichen Wegebau soll damit bis Ende des Jahres 2014 fertiggestellt sein.

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