Auf der Straße statt auf dem Platz vorm Dorfgemeinschaftshaus standen Kita-Kinder und Chor am Sonnabend vor dem Laternenumzug,um die Anwesenden mit Liedern zu erfreuen. Und es gab auch keinen Maibaum abzubauen. Nehmen lassen wollten sich die Bergzower diese herbstliche Veranstaltung aber nicht.

Bergzow l Eine große Plane war zwischen den Bäumen auf dem Platz hinterm "Rosendreieck" gespannt, um ein bisschen Schutz zu bieten, falls es doch noch weiter regnen würde. Die Bänke darunter wurden vor allem von den Älteren gern angenommen, die nicht mehr den ganzen Umzug mitlaufen wollten. Davor brannte in einer Schale ein kleines Feuer zum Wärmen.

Dass dies überhaupt möglich war, ist dem Besitzer des Grundstücks, Marko Wolf zu verdanken, erklärt Ortsbürgermeisterin Antje Wascher. Das Grundstück ist längst verkauft und in Privatbesitz, aber es eignete sich als alternativer Treffpunkt für den Laternenumzug am besten. Es gab auch ein Angebot von der Kirchengemeinde, sich dort zu treffen, jedoch hätte der Umzug dann die Landesstraße queren müssen. Und das hätte eine Beantragung erfordert und Geld gekostet.

Dank privater Unterstützung gab es auch wieder Musik beim Umzug: Das Schalmeienorchester wurde auf Initiative von Heiko Henning von dessen Arbeitgeber, dem Autohaus Dähne, finanziert.

Antje Wascher begrüßte die Anwesenden im Namen des Bürgervereins, der zusammen mit der Feuerwehr und mit Unterstützung von Kita und Frauenchor wie schon seit vielen Jahren die Organisation übernommen hatte. Sie freute sich über die große Beteiligung, die zeigte, dass sich die Bergzower nicht unterkriegen lassen, auch wenn ihr Dorfhaus zur Zeit gesperrt ist und noch immer in den Sternen steht, wie es damit weitergehen wird.

Die Hoffnung, dass es mit der Sanierung klappt - und das möglichst bald - ist groß. Heute Abend ab 19 Uhr in der Ortschaftsratssitzung stehen Entscheidungen dazu an. Zunächst sollen sich die Bergzower Ortschaftsräte positionieren, bevor am morgigen Dienstag der Elbe-Pareyer Gemeinderat die endgültige Entscheidung treffen wird.

 

Bilder