Ein neuer Spielplatz für Roßdorf. Noch in diesem Jahr sollen vier Spielgeräte zwischen Kindergarten und Sportplatz aufgebaut werden. Das Geld dafür kommt aus der Initiative "Miteinander im Team" der Henkel-Pensionäre.

Genthin/Roßdorf l Es war ein wenig trist geworden auf der Grünfläche neben dem Roßdorfer Sportplatz. "Der TÜV hatte die Geräte des Spielplatzes beanstandet und deshalb mussten diese aus Sicherheitsgründen entfernt werden", erläutert Cordula Bog vom Vorstand des Roßdorfer Heimatvereins.

Spielplatz als Treffpunkt für Kinder

"Das war natürlich schade, denn in Roßdorf gibt es 50 Kinder bis 14 Jahren, die dadurch keinen Platz mehr zum Spielen und Toben hatten", fügt Ortsbürgermeister Rudolf Drescher hinzu.

Zudem sei der Ort auch beliebt bei Besuchern. "Viele Einwohner haben Verwandte und Bekannte mit Kindern." Also schrieb sich der Heimatverein die Wiederherstellung des Spielplatzes auf die Fahnen. "Trotz großem Engagements der Mitglieder ist dabei immer ein finanzielles Problem, dass sich nicht so mir nichts dir nichts lösen lässt", beschreibt Cordula Bog die Zwickmühle, in der sich der Verein bei seinen Plänen befand. Hilfe kam dabei in Person von Christel Fehlberg, selbst Mitglied im Heimatverein und ehemalige Personalchefin im Genthiner Henkel-Werk.

"Es gibt über die Initiative `Miteinander im Team`, die Möglichkeit, dass sich Henkel-Pensionäre bei ehrenamtlicher Arbeit unterstützen lassen", schlug sie eine Bewerbung um Fördergelder vor. Einzige Voraussetzung für die Unterstützung: "Ein aktiver Verein, der eine Umsetzung des eingereichten Projektes garantiert." Mit diesem Vorschlag stieß Christel Fehlberg auf großes Interesse beim Vorstand des Heimatvereines. Also wurden Anträge geschrieben, das Projekt unter dem schönen Motto "Stremmestrolche bleiben fit" konkretisiert und in der vergangenen Woche konnte Cordula Bog stolz verkünden: "Wir haben die Förderung."

Mit insgesamt 4500 Euro beteiligt sich die Initiative an dem geplanten Spielplatz. Festgelegt wurden nunmehr auch die Spielgeräte. Insgesamt vier sollen es werden. Eine Wippe, ein Drehkarussell und eine Federwippe gehören dazu.

"An der Wippe werden Pferdeabbildungen zu finden sein, wir sind ja in Roßdorf", meint Cordula Bog mit einem Schmunzeln.

Der größte Aufbau auf dem Platz wird aber eine Spielanlage mit Kletternetz, Reck und Schaukel sein.

Aufbau der Geräte in diesem Sommer

Der Aufbau der Spielgeräte soll noch in den Sommermonaten dieses Jahres stattfinden. Unterstützung kommt dabei von der Stadt Jerichow. "Die Stadt stellt mit ihren Mitarbeitern die Geräte auf und wird sich auch um die Abnahme kümmern", verspricht Bürgermeister Harald Bothe.

Somit wird in Roßdorf wieder Leben auf der Wiese einziehen. Auf verschiedene Weise engagieren sich die Henkel-Pensionäre für ihr Umfeld. In Genthin gibt es insgesamt acht Pensionärsgruppen. Insgesamt sind rund 300 ehemalige Mitarbeiter aus Genthin organisiert.

Deren ehrenamtliche Arbeit wurde in verschiedenen gemeinnützigen Projekten genutzt. Die Henkel-Friendship-Initiative förderte beispielsweise Projekte im Jugendhaus Thomas Morus in Genthin. Die Miteinander-im-Team-Initative (MIT) hat sich in der Vergangenheit unter anderem für Kindereinrichtigungen in und um Genthin engagiert.

Dabei wurden unter anderem Projekte in der Kita Roßdorf oder im Kloster Jerichow gefördert.

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