Genthin l Die Gartenfreunde der Sparte "Am Mühlenfeld" sorgen in diesen Tagen für Schlagzeilen. Vorläufiger Höhepunkt war der Streit um den neuen Vorstand auf der Mitgliederversammlung am Sonnabend (Volksstimme berichtete).

Auch Reimar Porrini, Vorsitzender des Stadtverbandes der Gartenfreunde, war dort als neutraler Beobachter anwesend.

Da die Sicht auf die Geschehnisse bei den Beteiligten stark auseinander geht, möchte er aufzeigen, wie es aus seiner Sicht um den Verein steht. So sprach Jürgen Köhler bei der Mitgliederversammlung von einem "Überfall" auf die Vorstandssitzung. Der Vorfall hatte sich Oktober vergangenen Jahres ereignet. Der Vorwurf ging an Peter Staats, der ein paar Wochen zuvor als Vorsitzender zurückgetreten war. Staats sagte, die Bezeichnung "Überfall" wäre unpassend.

Reimar Porrini sagt dazu: "Bei diesem sogenannten Überfall war ich anwesend und habe schlichtend eingegriffen, was mir auch gelungen ist." Das Geschehen beschreibt Porrini so: "Herr Staats erschien mit der Revisionskommission (überprüft die Arbeit des Vorstandes) unangemeldet zur Vorstandssitzung und wollte die Herausgabe der Finanzunterlagen erzwingen. Als Herr Köhler sich aufgrund der anstehenden Vorstandssitzung weigerte, wurden die Unterlagen ohne Zustimmung des Kassenwartes (Dieses Amt bekleidete zu dem Zeitpunkt Jürgen Köhler) entnommen und in den öffentlichen Raum des Vereinshauses gelegt. Staats und die Revisoren wollten die Unterlagen mitnehmen.

Dagegen hat sich Köhler gewehrt. Zu Recht! Er schlug vor, einen Termin zu vereinbaren, um die Revision durchzuführen. Damit war die andere Seite nicht einverstanden." Porrini weiter: "Emotionen und Anschuldigungen spielten eine große Rolle. Es stellt sich die Frage, warum Peter Staats zu seiner Zeit als Vorsitzender nicht eine Revision durchführen ließ.

Auf Volksstimme-Nachfrage sagt Peter Staats: "Ich wollte von der Revision nach meinem Rücktritt meine Arbeit überprüfen lassen, damit ich sauber aus der Sache komme. Das hat Herr Köhler verweigert und vorher mehrere Termine platzen lassen."

Reimar Porrini sagt in Richtung des neuen Vorstandes: "Ich denke, mit dessen Wahl wurde ein Schritt nach vorn gemacht. Die Mitglieder müssen begreifen, dass sie die sind, die das Leben im Verein bestimmen und der Vorstand ihr verlängerter Arm bei der Umsetzung ist. Ich habe dem neuen Vorstand die ungeteilte Unterstützung des Stadtverbandes zugesichert."