Informationen zur neuen Straßenreinigungssatzung und zu einem Arbeitseinsatz an der Fischlaake hatte Brettins Ortsbürgermeister während der Sitzung des Ortschaftsrates.

Brettin l Während der ersten Ortschaftsratssitzung in Brettin gab es keine umfängliche Tagesordnung. In erster Linie hatte Ortsbürgermeister Werner Pamperin einige Informationen zu aktuellen politischen Entscheidungen und Anregungen.

Straßenreinigungssatzung

Viel Diskussionsbedarf habe vor der Beschlussfassung der neuen Straßenreinigungssatzung der Stadt Jerichow bestanden. Zwei strittige Details erläuterte der Ortsbürgermeister erneut. "Kein Anwohner ist verpflichtet die Schachtdeckel anzuheben und die darunter befindlichen Behälter zu reinigen."

Die Reinigungsverpflichtung beziehe sich ausschließlich darauf den Deckel oben vom Schmutz zu befreien. "Das war im Entwurf missverständlich formuliert", stellte Pamperin fest. Auf den Parkplätzen müssten die Anwohner keinen Schnee räumen, aber anders als bisher Rabatte und Anlagen vor den Wohnhäusern mit pflegen. Die Satzung sei seit dem 1. Januar 2015 in Kraft und könne in den Aushängen nachgelesen werden.

Arbeitseinsatz

In Brettin wird auch in diesem Jahr der Baum des Jahres in der Allee der Jahresbäume gepflanzt. 2015 ist das der Feld-Ahorn. Zuvor kündigte Pamperin einen Arbeitseinsatz im Bereich der Fischlaake an. Dieser ist am Sonnabend, 28. Februar um 8.30 Uhr. "Wir treffen uns auf dem Parkplatz an der Fischlaake."

Regenschächte

Nicht zufrieden zeigte sich der Ortsbürgermeister mit dem zustand zweier Regenschächte. Sowohl im Hohenbelliner Weg als auch in der Heinrich-Heine-Straße seien die Schächte so defekt, dass sie erneuert werden müssten.

"Die Verwaltung hat uns zugesagt, dass zum Beginn des nächsten Bauabschnittes in Genthin die Umleitungsstrecke in einem intakten Zustand ist, die Schächte fehlen noch."

Internet

In Bezug auf die zu geringen Internetgeschwindigkeiten in Brettin sah Pamperin "ein Problem in den Ortschaften". Er hoffte, dass sich mit dem neuen Förderprogramm für schnelles Internet im ländlichen Raum etwas an der Situation ändert. Derzeit bestehe aufgrund der hohen Investitonskosten für die Anbieter nicht die Motivation für einen Ausbau.

Veranstaltungen

Informationen zu geplanten Veranstaltungen kamen vom Brettiner Ortswehrleiter Dirk Ludwig, der im Namen des neuen Fördervereins bestätigte, dass es auch in diesem Jahr ein Osterfeuer in der bisherigen Form geben wird. Auch ein Sommerfest plant der Verein wieder.

"Dieses wird aber in einem kleineren Umfang stattfinden, als im vergangenen Jahr, da es sonst finanziell nicht zu tragen wäre", so Ludwig. Klar sind auch jetzt zwei weitere Termine. Es soll wieder ein Oktoberfeuer am 2. Oktober geben und auch das Lichterfest soll zu einer Tradition werden. "Wir haben uns dafür den Sonnabend vor dem Totensonntag vorgenommen."

Regionalbereichsbeamte

Als weiteren Gast konnte der Ortsbürgermeister den Jerichower Regionalbereichsbeamten Obermeister Lutz Pelzer begrüßen.

Seit vergangenen Herbst ist er mit seiner Kollegin Anja Andres in der Einheitsgemeinde Jerichow im Einsatz. Pelzer stellte seine Arbeit als Ansprechpartner für die Bevölkerung vor, machte aber auch deutlich: "Wir sind nicht in das aktuelle Einsatzgeschehen eingebunden, Anzeigen gehen direkt über die Polizeireviere oder die "110". Pelzer kündigte an, dass es während der B1-Bauphase in Genthin auf der Umleitungsstrecke regelmäßige Geschwindigkeitskontrollen geben werde.

Auch auf die aktuelle Einbruchserie ging der Bereichsbeamte ein und forderte auf: "Halten Sie die Augen offen, wenn sich Unbekannte längere Zeit irgendwo aufhalten oder unbekannte Autos oder Kleintransporter irgendwo längere Zeit abgestellt werden."

Der beste Schutz gegen Einbrecher seien durchaus aufmerksame Nachbarn. Pelzer riet aber dringend davon ab, frisch ertappte Täter selbst stellen zu wollen. "Halten Sie sich im Hintergrund und rufen Sie die Polizei. Die Täter werden möglicherweise rabiat und verletzen Sie."

Auch auf die aktuelle Berichterstattung um erhöhte Unfallzahlen mit Senioren ging der Obermeister ein. "Aus polizeilicher Sicht ist das eine wichtige Diskussion, wir erleben als Polizisten einiges in diesem Bereich."

Er machte aber auch deutlich, dass besonders im ländlichen Gebiet die Menschen lange auf ihre Autos angewiesen seien, um sich selbst zu versorgen. "Gut wären regelmäßige Schulungen, die nach Möglichkeit kostenlos angeboten werden."