"Nicht vergessen" ist der Spielplatz, der im Volkspark entstehen soll. Das versicherte Bürgermeister Thomas Barz bei der Sitzung des Bildungs-, Kultur- und Sozialausschusses. Und verriet Details.

Genthin l Nach dem Streit um ein abgekupfertes Konzept und der Ideenwerkstatt, wo Kinder, Erwachsene und Experten ihre Ideen vortragen konnten, wird es nun konkret. Auf der Sitzung des Bildungs-, Kultur- und Sozialausschusses am Donnerstag informierte Bürgermeister Thomas Barz (parteilos) über den Spielplatz, der im Volkspark entstehen soll.

25 000 Euro stellt die Stadt für das Projekt bereit. "Nicht viel für einen Spielplatz", sagt Thomas Barz, freut sich aber zugleich, dass sich die Genthiner rege an dem Projekt beteiligen: Spenden in Höhe von 3500 Euro sind zusammengekommen. Die Anforderungen an den Spielplatz waren groß: In die natürlichen Gegebenheiten des Volksparks soll er sich einfügen, pädagogisch wertvoll und holzbelassen sein... Der Plan für die Gerätschaften steht nun fest. "Wichtig war uns, dass wir es kompakt halten", sagt Barz. Das heißt, es wird nicht im ganzen Park gespielt, sondern auf engerem Raum. So haben die Eltern ihre Kinder gut im Blick.

Im Mittelpunkt des Areals steht ein zentrales Gerät, das Rutsche, Kletterseil, Sprossenwand und Hängepfad vereint (siehe Infokasten). Standort wird an der gleichen Stelle sein, wo die alten Spielgeräte stehen. Diese kommen weg, da sie nicht zu den neuen passen. "Natürlich entsorgen wir sie nicht", sagt Barz. "Sie gehen an die Kita Mützel." Dort steht zwar ein großer Holzspielplatz zur Verfügung, auf dem Außengelände des Kindergartens würde es aber verhältnismäßig wenige Spielmöglichkeiten geben.

Die Mitglieder des Ausschusses hatten an dem Plan nicht viel auszusetzen. Andy Martius (CDU) lobte die Vielfalt, merkte aber auch an: "Für unter Dreijährige gibt es an den neuen Geräten kaum Möglichkeiten." Er sprach sich deshalb dafür aus, dass Kletterzelt im Volkspark zu belassen und es nicht nach Mützel zu geben. "Da können auch die ganz Kleinen schön dran spielen." Thomas Barz sagte, dass die Verwaltung das prüfen werde. Und fügte hinzu, dass für Kleinkinder noch ein Sandkasten geplant sei.

Neben Sandkasten und Multifunktionsgerät wird es auf dem neuen Spielplatz auch eine Doppelschaukel geben. "Schaukeln kommt wohl nie aus der Mode", sagt Barz. "Relativ vandalismussicher" seien die Geräte auch. "Wir können aber nicht bestätigen, dass im Volkspark großer Vandalismus herrscht", so Thomas Barz. Andy Martius und Fritz Franke, beide Altenplathower, bestätigten das. "Eher räumen die Leute noch den Müll weg, bevor sie was kaputt machen", sagte Martius. Und wann wird aus dem Plan ein Spielplatz? Barz: "Wir gehen davon aus, dass im Frühsommer gespielt werden kann."