Dretzel l Auf ein ruhiges Jahr 2014 ohne ernsthafte Einsätze blickte Ortswehrleiter Andreas Engel anlässlich der Jahreshauptversammlung der Freiwilligen Feuerwehr Dretzel zurück. Die Kameraden wurden zu drei Schornsteinbränden, zu einem Fettbrand und zu zwei Absicherungsmaßnahmen gerufen.

Die aktive Wehr zählte mit Stand vom 31. Dezember 2014 zehn aktive Männer und vier aktive Frauen. "Vier weitere befinden sich in der Warteschleife", so der Ortswehrleiter. Fünf Mitglieder zählt die Alters- und Ehrenabteilung. "Die Einsatzbereitschaft war abends und am Wochenende gut, schlecht an den Wochentagen", schätzte Andreas Engel ein. Als ganz wichtig haben sich die Frauen erwiesen.

Auch in die Ausbildung wurde im vergangenen Jahr wieder viel investiert. Weitere Verbesserungen gab es hinsichtlich der 40-Stunden-Ausbildung der Kameraden am Standort. Insgesamt kamen 656 Dienststunden (2013: 514 h) und 92 Mannstunden zusammen. Laura und Sandra Thiem sowie Kim Buhtz haben ihre Grundausbildung mit sehr guten Ergebnissen abgeschlossen. Hinzu kamen Ausbildungen zum Maschinisten, Gruppenführer, Technische Hilfeleistung und zu Führungskräften.

In diesem Jahr absolvierten bereits drei Kameraden die Atemschutzgerätestrecke und 13 die Digitalfunkausbildung. Zur Ausbildung angemeldet sind ein Zugführer, zweimal Technische Hilfeleistung 1 (Frauen), Atemschutzgeräteträger (Mädchen) und einmal zur Grundausbildung.

Mit dem Tragkraftspritzenfahrzeug wurden im zurückliegenden Jahr 311, mit dem Mannschaftstransportwagen 2431 Kilometer zurückgelegt.

Unterstützt wurde die Ortsfeuerwehr durch den Feuerwehrverein mit Fußmatten, die vor den Spinden ausgelegt wurden, sowie mit T-Shirts.

Für die Zukunft ist die Mitgliedergewinnung ein Schwerpunkt. "Auch wäre es schön, wenn unser Jugendclub wieder öffnen könnte", so der Ortswehrleiter. Genthins Bürgermeister Thomas Barz machte den Kameraden Hoffnung in Sachen Jugendclub. "Der Antrag ist gestellt. Es findet sich aber keine Person." Als sehr gut schätzte er die Zusammenarbeit zwischen Ortswehr und Feuerwehrverein ein.

Ortsbürgermeister Klaus Voth freute sich, dass es "viele Jugendliche in der Ortswehr gibt. Das ist gut. Und die Frauen sind in der Dretzeler Wehr eine bedeutende Größe".

Auch Stadtwehrleiter Achim Schmechtig fand viele lobende Worte. "Man sieht in jedem Jahr eine sich wiederholende positive Entwicklung." Er bescheinigte der Ortswehr eine "personell noch kleine, aber stabile und fleißige Wehr zu sein". Das derzeitige Durchschnittsalter von 36,5 Jahren werde die Jugend in den nächsten Jahren drücken.

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