Es war diesmal nur eine kleine Tour, bei der aber eine Menge los war: Bei der Winterwanderung in Derben ging`s zunächst nach Ferchland zum Sportplatz, wo die Feuerwehrjugend und weitere Kinder verschiedene Wettbewerbsaufgaben zu erfüllen hatten. Pokale gab`s am Schluss für alle Gruppen.

Derben l "Die Strecke ist etwa fünf Kilometer lang", kündigte Bianca Plöntzke, Jugendwartin der Derbener Ortsfeuerwehr und der Gemeindefeuerwehr Elbe-Parey, vor dem Start am Derbener Gerätehaus an. Eigentlich ist das eine ziemlich kurze Strecke für eine Wanderung, aber da es in den Vorjahren Einwände von älteren Bürgern gab, denen die - allerdings sehr schönen - Touren zu weit waren, einigte man sich auf diese kürzere Runde. Denn vor allem wolle man ja die Derbener "herauslocken" aus ihren Stuben, um gemeinsam etwas zu unternehmen, hieß es.

Das allerdings hatte diesmal nicht so recht geklappt. Ortsbürgermeister Werner Meier war enttäuscht, dass verhältnismäßig wenig Derbener gekommen waren.

Die Beteiligung an der Veranstaltung war trotzdem sehr gut, denn die Jugendfeuerwehren aus Hohenseeden, Güsen, Derben, Ferchland und Jerichow waren dabei, natürlich alle mit Kameraden ihrer Feuerwehren, die sie begleiteten. Und auch etliche Kindergartenkinder aus Derben mit Eltern und Erzieherinnen waren gekommen, schließlich war die Kita "Elbschlümpfe" Mitorganisator der Tour.

Vom Derbener Gerätehaus ging es durch das Gelände der ehemaligen "Wifo" zum Sportplatz Ferchland. Nicht gerechnet hatten die Organisatoren der Wanderung allerdings damit, was sie hier erwartete: Auf der weiter ausgebauten Motocrossstrecke wurde intensiv trainiert - eine Geräuschkulisse, die nicht unbedingt erwünscht ist für eine Wanderung durch die Natur. "Wir haben das wirklich nicht gewusst", betonte Hendrik Scherber, stellvertretender Ortswehrleiter von Derben, der zusammen mit anderen Helfern den Imbissstand am Rande des Sportplatzes aufgebaut hatte - Glühweinkessel, Kuchentafel, Bänke...

Die Wanderfreunde trugen es mit Fassung, labten sich am leckeren Kuchen, den die Feuerwehrfrauen gebacken hatten, und an den Getränken, während die Kinder und Jugendlichen unermüdlich ihre Wettbewerbsaufgaben erfüllten. Alle Gruppen hatten "Laufzettel" mitbekommen. Unterwegs galt es bereits bunte Papierstreifen im Gebüsch einzusammeln, dann mussten auf einem Extrazettel Tierspuren richtig zugeordnet werden. Ihre Geschicklichkeit konnten die Gruppen beim "Schilaufen" unter Beweis stellen: Immer drei Kinder hintereinander auf den Brettern mussten im Takt schnell vorankommen. "Umfälle" gab es dabei natürlich immer wieder...

Auch feuerwehrtechnisches Wissen wurde abgefragt, unter anderem beim Knotenknüpfen. Und Kenntnisse in der Ersten Hilfe: Dazu hatten Tony Beyer und Tom Hannemann von der Jerichower Feuerwehr Puppen mitgebracht, an denen die Kinder Beatmung, Herzdruckmassage und Verbinden von Verletzungen zeigen mussten. Viele können das bereits ausgezeichnet, wie sie hier bewiesen haben. Sie bekamen eine gute Ausbildung in ihren Jugendfeuerwehren.

Aber auch die Derbener Kindergartenkinder haben - mit Unterstützung ihrer Erzieherinnen - gut mitgehalten und bekamen auch einen Pokal dafür. Die Gruppen der Jugendfeuerwehren waren "durcheinandergewürfelt", um das Miteinander zu festigen - und es hat gut funktioniert.

Nach der ausgiebigen Rast hier am Sportplatz ging es hinüber zum Steilufer der Elbe und zurück nach Derben. Auf dem Gelände des Feuerwehrgerätehauses war schon alles vorbereitet: Tische und Bänke waren hierher "umgezogen", Ortswehrleiter Axel Plöntzke bediente den Grill - was er sich selten nehmen lässt, und in der Feuerschale brannten schon die ersten Weihnachtsbäume. Da das Weihnachtsbaumverbrennen wegen Sturm ausgefallen war, gab es nun reichlich Brennmaterial, welches zuvor allerdings als Abenteuerspielplatz für die Kinder diente - die noch längst nicht am Ende ihrer Kräfte waren.

Inzwischen werteten die Betreuer der Jugendfeuerwehren den Wettbewerb aus, und dann gab es die Pokale: Die Kita "Elbschlümpfe" erhielt einen großen sowie Felix Schenk für seine sehr gute Einzelleistung, und alle Mannschaften der Jugendfeuerwehren bekamen ebenfalls eine "Trophäe" als Erinnerung an diesen gelungenen Tag.

   

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