Die Genthiner Seniorenvertreter starten mit weiteren Aktionen in ihr zweites Jahr. Auch die Vor-Ort-Besichtigung wurde ausgewertet und die Ergebnisse an die Stadtverwaltung übergeben.

Genthin l Mit einem umfangreichen Programm geht es für die Genthiner Stadtseniorenvertretung in das zweite Jahr. "Wir haben die Vor-Ort-Besichtigung ausgewertet und unsere Anregungen an die Stadtverwaltung übergeben", erläutert der Vorsitzende Fritz Franke.

Die Senioren regen unter anderem Sitzbänke an den Unterführungen vor dem Genthiner Bahnhof an und eine Überdachung an der Bushaltestelle. Ein weiteres Problem sehen die Mitglieder der AG Infrastruktur darin, dass die Trauerhalle auf dem Genthiner Friedhof nur über eine Treppe erreichbar ist. Die Anregungen werden nun von der Stadtverwaltung geprüft. Beispielsweise muss vor dem Bahntunnel die Zuständigkeit von Bahn und Stadt geklärt werden.

Doch das ist nur ein Bereich der derzeit von der Seniorenvertretung bearbeitet wird. "Außerdem haben wir die Gremien des Stadtrates im Blick", nennt Fritz Franke ein weiteres Betätigungsfeld. Vertreter der Stadtsenioren sind als sachkundige Bürger in die politische Arbeit eingebunden.

Franke besucht regelmäßig die Stadratssitzungen. Denn die Seniorenvertreter sind in die Entscheidungsfindung der Stadt eingebunden. "Sie bekommen von uns auch Vorlagen zur Verfügung gestellt, die die Senioren angehen", erläutert Bürgermeister Thomas Barz. Die Stadtsenioren können sich zu bestimmten Themen positionieren oder diese zur Kenntnis nehmen. "Das letzte Wort hat aber immer der Stadtrat", fügt der Bürgermeister hinzu.

"Wir sind mehr als nur die Veranstalter von Kino- oder Bowlingnachmittagen", wendet sich Franke gegen Kritik an der Arbeit der Seniorenvertretung. "Die öffentlichen Veranstaltungen haben für uns die Funktion, andere Senioren auf uns aufmerksam zu machen und gleichzeitig für die Arbeit in der Stadtseniorenvertretung zu werben." Natürlich solle es mit den öffentlichen Veranstaltungen auch um ein Miteinander der Generationen gehen. "Wir stellen unser Engagement auf mehrere Säulen, die alle wichtig sind und zu unserer Arbeit dazugehören."

Aber auch das wirtschaftliche und soziale Umfeld in Genthin beschäftigt die Senioren. Im Februar besuchten sie unter anderem des DRK-Seniorenheim in der Werderstraße und informierten sich über Pflege und Betreuung im Alter. Daneben stand ein Besuch in der Firma Riebesam auf dem Programm.

"Der Betrieb war eine der ersten Neugründungen nach der Wende in Genthin", erläutert Fritz Franke von den Stadtsenioren. 20 Mitarbeiter hat das Unternehmen heute, dass sich auf die Entwicklung, Fertigung und den Service für Spezialreinigungsmaschinen spezialisiert hat. "Wir wollen uns von Zeit zu Zeit mit Betriebsbesichtigungen über den Standort Genthin informieren", erläutert Franke.

Diese Termine wird es in unregelmäßigen Abständen geben. Fest steht bereits jetzt die nächste Verkehrsteilnehmerschulung. Diese soll am 18. März um 15 Uhr im Lindenhof stattfinden. Fahrlehrer Wolfgang Hahm wird gemeinsam mit Sabine Lohr, Ausbilderin des DRK durch den Nachmittag führen. Unter anderem geht es um neue Verkehrsregeln seit November 2014 und um das richtige Verhalten bei Unfällen im Straßenverkehr. Die Veranstaltung ist kostenlos und für alle Interessierten offen.

Auch das Seniorenkino wird es im März wieder geben. Am Mittwoch läuft um 14.30 Uhr der Erfolgsfilm "Honig im Kopf" mit Til Schweiger und Dieter Hallervorden, in dem das Thema "Demenz" auf heitere und nachdenkliche Weise umgesetzt wird.