Es steht nun fest: Das 2. Elbe-Pareyer Vereinefest wird am Sonnabend, 8. August, stattfinden, wieder im Rahmen des Elbauenfests. Auf einem großen Treffen von Vertretern der Elbe-Pareyer Vereine bekannten sich die Anwesenden einhellig dazu. Es wurde dabei auch rege diskutiert.

Elbe-Parey l Schon nach dem ersten Vereinefest im vergangenen Jahr war von allen Seiten zu hören: "Das machen wir wieder!". Allerdings gab es auch immer wieder Überlegungen, ob man nicht doch von Ortsteil zu Ortsteil ziehen sollte, was vielleicht anders gemacht werden könnte und ob man es jedes Jahr packen kann.

Deshalb ließ Nicole Golz in ihrer Funktion als Vorsitzende des Moskito-Clubs, der bereits Hauptorganisiator des ersten Vereinefests war, in ihrer Einladung zu dem Treffen in der Aula der Sekundarschule Parey erstmal noch alles offen. Und nach ersten Meinungsäußerungen stellte sie zunächst die alles entscheidende Frage in den Raum: "Wollen wir wieder?" "Ja!" hieß es allgemein, und bald wurde man sich auch einig, dass es wieder auf dem ansonsten attraktionsarmen Sonnabend des Elbauenfests sein soll.

Nicole Golz hatte zunächst zurückgeblickt: Im vorigen Jahr waren 24 Vereine und Organisationen dabei, erinnerte sie und zeigte sich zuversichtlich, dass es dieses Jahr noch mehr werden können. Immerhin waren an diesem Abend bereits 31 Vereine und Organisationen vertreten, was noch nicht einmal alle sind, die mitmachen wollen. Nicole Golz hatte immerhin 88 Einladungen verschickt, allerdings auch einzeln an jede Ortsfeuerwehr, jede Kita und jeden Anglerverein - eben an alle, deren Daten auf der Internetseite der Einheitsgemeinde zu finden waren.

Dass diese Daten nicht unbedingt alle aktuell sind, merkte sie dabei auch und ließ deshalb eine Liste herumgehen, damit zumindest die Anwesenden ihre Daten aktualisieren können. Das Ergebnis soll dann auf die Internetseite übertragen werden.

Bei der Umfrage zum Thema Vereinefest äußerte sich als erster Hans-Werner Tusch, Vorsitzender der Natur- und Waldfreunde Güsen: "Es war gut organisiert. Ein paar mehr Besucher hätten es noch sein können." Nicht so zufrieden war er mit der Tontechnik: Im hinteren Bereich des Platzes sei der Ton nicht mehr angekommen, bedauerte er. "Das ist ausbaufähig."

Zum Thema Gäste gab Nicole Golz ihre Erfahrung von anderen Festen wieder: Beim Pareyer Maifest hatte der erste Versuch, einen "Tanz in den Mai" anzuhängen, kaum Resonanz, beim zweiten Mal war es super. So etwas müsse sich erst herumsprechen... Zur Tontechnik konnten gleich die entsprechenden Fachleute etwas sagen: Manfred Göbel und Sebastian Strebe. Eventuell könnte man die Stände etwas anders aufbauen, meinte Göbel, und Strebe räumte ein, dass es durchaus bessere Tontechnik gebe. Es sei natürlich eine Kostenfrage. Und in dieser Größenordnung habe man auch nichts eigenes. "Aber wenn die richtige Grundlage da ist, können wir uns mit einklinken."

Anita Hempel (Vorsitzende Heimatverein Derben/Neuderben) lobte das Fest: Es sei wunderschön gewesen, und sie sei den Moskitos sehr dankbar für die Organisation. Es hänge so viel dran, dass kleine Orte und Vereine das gar nicht packen könnten, nahm sie anderen die Illusion, das große Fest in andere Ortsteile holen zu wollen. Dem stimmten auch andere zu.

Bedauert hat Anita Hempel, dass in Bezug zu etlichen Ständen die Bühne zu weit weg war. Diesbezüglich gab es schon gemeinsame Überlegungen, mehr Tische und Bänke direkt vor der Bühne zu platzieren.

Meinungen, man sollte statt um 11 Uhr erst nach dem Mittagessen anfangen, wurden wieder verworfen, weil ja nur ein beschränktes Zeitfenster bis zum späteren Nachmittag zur Verfügung steht. "Es lohnt sich sonst nicht", war das überzeugende Argument.

Über mangelnde Nachfrage zum Mittagessen konnte zumindest der Ferchländer Heimatverein nicht klagen: "Die Gulaschkanone hatte guten Zulauf", betonte Lothar Witte.

"Die lange Kaffeetafel der Vereine war das Schönste", schwärmte Ute Braune (Vorsitzende "Anno dazumal" und "Lindenblüte" Hohenseeden). Bei dem Fest habe man viele Leute kennengelernt oder von welchen, die man schon kannte, erstmal mitbekommen, dass sie zu diesem oder jenem Verein gehören, fügte sie an: "Macht es weiter so!"

Die logistischen und finanziellen Vorteile, es erneut im Rahmen des Elbauenfests zu organisieren, unterstrich Manfred Göbel noch einmal, indem er aufzeigte, welche enormen Kosten allein für die große Bühne, Tontechnik, GEMA-Gebühren und Toiletten zu schultern wären. "Wir haben eine Menge Vereine, die keine Einnahmen haben, sondern sich einfach nur vorstellen oder auf der Bühne präsentieren!"

Das Bühnenprogramm auf diesem Fest war einmalig, erinnerte er: Nonstop-Programm in einer Vielfalt, wie man sie sonst selten findet.

Vermieden werden soll auch, den Besuchern zu viele Kosten aufzubürden: Das erste Vereinefest war mit freiem Eintritt, und das soll auch so bleiben, betonte Nicole Golz. "Viele Familien können sich den Eintritt bei Festen nicht leisten. Das war auch ein Grund, warum wir uns als Moskitos gegründet hatten: Kindern unentgeltlich etwas zu bieten."

 

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