Mittagsruhe war für Genthins Feuerwehrleute gestern nicht drin. Gegen 13 Uhr ging die Sirene, 47 Einsatzkräfte rückten zu einem Kellerbrand in der Einsteinstraße aus. Rauchgase gefährdeten die Bewohner.

Genthin l Zehn Fahrzeuge und 47 Feuerwehrleute, darunter 12 Atemschutzgeräteträger, waren gestern Mittag im Einsatz, um einen Kellerbrand in der Genthiner Einsteinstraße zu löschen. In Eingang 15 waren Gerümpel und Unrat aus zwei Kellerboxen in Brand geraten. Warum, ist noch unklar, die Polizei ermittelt. Fest steht, dass der Brand sich schnell ausbreitete. Besonders gefährlich: Giftige Rauchgase stiegen vom Keller in das Treppenhaus. Stadtwehrleiter Achim Schmechtig: "In so einem Fall muss man immer in seiner Wohnung bleiben oder auf den Balkon gehen, auf keinen Fall hat man etwas im verrauchten Treppenhaus verloren." Genau das passierte in der Einsteinstraße. Drei Männer rannten in Panik ins Treppenhaus, so dass die Mützeler Ortswehr, die zuerst vor Ort war, damit begann, das Treppenhaus zu entrauchen und die Männer in Sicherheit zu bringen. Schmechtig: "Bei starker Rauchentwicklung wird man sehr schnell ohnmächtig, das bedeutet Lebensgefahr!"

Das nächste Problem stellte der Rauch im Keller dar, durch einen Versorgungsschacht breitete er sich auch in den anderen Hauseingängen aus. Hier kamen drei Hochleistungslüfter zum Einsatz, mit deren Hilfe die Häuser vom Rauch befreit wurden.

Auch die im vergangenen Jahr angeschaffte Wärmebildkamera leistete gute Dienste. "Bei so viel Rauch sieht man nichts, die Kamera zeigt den Feuerwehrleuten, wo sie sich bewegen können und wo verletzte Personen liegen", erklärt Schmechtig. Zwei gute Nachrichten gab es zum Schluss: Niemand wurde ernsthaft verletzt und die Feuerwehrleute konnten den wohlverdienten Restsonntag genießen.

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