Für die Sanierung des Hohenseedener Kirchturms hat sich das "Sparbuch" wieder ein bisschen mehr gefüllt: Stolze 2 000 Euro kann der Freundeskreis der Kirchengemeinde Hohenseeden/Reesen im Ergebnis der Osterausstellung einzahlen. Mit einer solchen Resonanz hatten die Veranstalter gar nicht gerechnet.

Hohenseeden l Ein Blick aus dem Fenster und aufs Thermometer zeichnete Sorgenfalten auf die Gesichter: Trübe und kalt war es am Wochenende und hin und wieder nieselte es gar. "Wir hatten große Bedenken: Was machen wir bloß mit all dem Kuchen, wenn kaum jemand kommt?", gestand Gabriele von Reinersdorff. Denn im Gegensatz zum größten Teil der wunderschönen Osterdekoration hätte der sich nicht bis zum nächsten Jahr gehalten...

Was dann passierte, war überwältigend: Die Leute kamen in Scharen, kaum weniger als im vorigen Jahr, als schönstes, sonniges Frühlingswetter herrschte. Und auch dieses Jahr hatten etliche sogar eine Fahrradtour hierher unternommen. Damit haben sie auch das Parkplatzproblem umgangen - denn Hohenseeden war rings um das Grundstück der Familie von Reinersdorff, also auch auf dem Schulplatz, wieder einmal "zugeparkt". Viele waren gleich auf den Parkplatz an der Bauernscheune ausgewichen.

Davon bekamen die Gastgeber gar nichts mit, denn sie hatten reichlich zu tun, sich um die Besucher zu kümmern. Die Kaffeestube war ständig gefüllt. Wer einen Platz ergattern wollte, musste meist eine Weile warten.

Etliche Gäste haben sich deshalb Kuchenpakete mit nach Hause genommen, berichtete Gabriele von Reinersdorff. "Die Frauen hatten 40 Bleche gebacken!"

Im Durchgang zum Garten gab es auch noch frische Waffeln und selbstgebackene Brötchen. Von allem gingen - wie auch von den Osterbasteleien - die Erlöse abzüglich der Kosten in die Kasse für die Kirchturmsanierung.

Von den Basteleien sei tatsächlich nicht viel übrig geblieben, und das Wenige habe eine Leipzigerin mitgenommen zum Verkauf auf einem Schulbasar, berichtet Gabriele von Reinersdorff. Auch die große Osterkrone und die großen Kränze gingen weg, unter anderem für ein Alterheim.

Auch die anderen Anbieter seien sehr zufrieden gewesen. An allen Ständen drängten sich die Leute, und jeder konnte etwas finden, um sein eigenes Zuhause fürs Osterfest hübsch zu dekorieren oder anderen eine Freude zu machen. Sogar Bestellungen fürs nächste Jahr wurden aufgegeben - für ganz individuelle Präsente.

"Es war ein sehr nettes, interessiertes Publikum", fasste Gabriele von Reinersdorff die Erfahrungen der Frauen des Freundeskreises an diesem Sonntag zusammen. Alle hatten viel Spaß dabei, betont sie. Drei Tage lang hatten sie aufgebaut und dekoriert, und am Montag wurde alles wieder aufgeräumt.

   

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