Nachdem am Donnerstag bereits in Güsen und Zerben die Osterfeuer entzündet worden waren, gab es am Ostersonnabend in der Gemeinde Elbe-Parey noch fünf weitere - nun bei besserem Wetter: in Bergzow, Derben, Neuderben, Hohenseeden und Parey.

Bergzow/Derben/Parey l Der Derbener Angelverein hatte wie gewohnt bereits ab 17 Uhr auf das idyllische Gelände an der Baggerelbe eingeladen. Als gegen 18 Uhr der riesige Stapel aus trockenen Kiefernholzstangen angezündet wurde, hatte sich der Platz schon gut gefüllt.

Um die Verpflegung kümmerten sich die Mitglieder des Angelvereins selbst, denn jeder Extra-Euro in der Kasse ist wichtig, weil auch noch einiges an Kosten ansteht. In den vergangenen Monaten waren die Vereinsmitglieder schon sehr fleißig: Der seitlich unterhalb des Wegs neben dem Elbdeich liegende Uferstreifen wurde entmüllt und teilweise der Bewuchs entfernt, denn hier soll ein weiterer Bootsanlege-Steg errichtet werden.

Das hatte Vereinsvorsitzender Hans-Gottfried Bonitz beim Herbstfest im vorigen Jahr angekündigt. Nun ist schon alles vorbereitet dafür.

Schute bald wieder fit

Aber auch an der großen Schute soll noch einiges getan werden, bevor sie ab Ende April/Anfang Mai wieder regelmäßig im Einsatz mit Fahrgästen sein wird, die die schöne Natur hier genießen. Aus dem Wasser geholt wurde sie diesen Winter nicht, sondern es soll nur alles oberhalb frisch gestrichen werden, kündigte Bonitz an. Im nächsten Winter sei wieder eine Generalüberholung, eventuell auf der Werft, geplant.

Hans-Gottfried Bonitz ließ sich an diesem Abend freiwillig "rösten": Er stand mit dem Wasserschlauch neben dem Osterfeuer und kühlte die nicht weit entfernt stehenden Weiden, damit diese keinen Schaden davontrugen. Tatsächlich war die Hitze enorm. Das Feuer brannte lichterloh, obwohl das Holz an den Tagen zuvor reichlich Regenwasser abbekommen hatte.

Im kleinen Ortsteil Neuderben war inzwischen auf dem Gelände vorm "Saloon" ein Feuer entzündet worden - in einer Feuerschale wegen des kleineren Platzes zwischen Bäumen und Straße. Hier war in den Wochen zuvor auch tüchtig "rangeklotzt" worden: Pflaster wurde verlegt, eine Abgrenzung zur Straße geschaffen und eine Hecke gepflanzt. Neuderbener und Gäste kamen auch dieses Jahr wieder zahlreich.

Lichterloh brannte auch in Bergzow das Osterfeuer. Hier hatten sich am frühen Abend die Besucher noch über das große Gelände am Rande des Sportplatzes verteilt: Viele waren zunächst noch im oder vorm Sportlerheim, wo es auch Verpflegung gab, andere hatten sich schon vorm Feuer versammelt, das von Kameraden der Ortsfeuerwehr bewacht wurde. Die Kinder tobten überall herum, genossen das "Abenteuer" und den vielen Platz.

Später am Abend würden sich alle wieder rund ums Feuer zusammenziehen, kündigte aus Erfahrung Ortsbürgermeisterin Antje Wascher an. Dann wird es hier immer richtig gemütlich.

"Osterhasen" in Parey

In Parey am Rande des "Erlebnisdorfs" ging es erst später los mit der Geselligkeit am Osterfeuer. Ein riesiger Stapel hatte sich im Laufe der vergangenen Monate angesammelt, der auch kurz vorm Abbrennen ordnungsgemäß umgeschichtet wurde, wie es Pflicht ist. Denn es sollen keine Tiere, die sich eventuell im Geäst versteckt haben, verbrannt werden. Mancher entsorgte Weihnachtsbaum ist allerdings mit in Flammen aufgegangen, denn eine Tradition des Weihnachtsbaumverbrennens hat sich in Parey noch nicht etabliert.

Auch hier haben sich Kameraden der Ortsfeuerwehr um das Feuer gekümmert, das einige Zeit brauchte, um richtig in Gange zu kommen - auch der Nässe wegen. Später brannte es lichterloh - kein Problem auf dem großen Platz.

Sehnlich erwartet wurden die "Osterhasen" des Moskito-Clubs, die schon seit einigen Jahren den geselligen Abend am Osterfeuer in Parey bereichern. In ihren "Möhren-Taschen" hatten sie Süßigkeiten für die Kinder. Unzählige Male wurden sie fotografiert - jeder wollte ein Bild mit seinem Kind oder Enkel und einem oder mehreren "Hasen" haben - und manche Erwachsenen auch selbst...

   

Bilder