Zu Schatzjägern mit Digitaltechnik wurden die Kinder der 4. Klasse der Ludwig-Uhland-Grundschule. Mithilfe von GPS-Geräten machten sie sich auf die Suche nach Verstecken, die Hinweise zum Ziel und zu einem Lösungswort gaben.

Genthin l "Welches ballaststoffreiche Lebensmittel hat den größten Vollkornanteil?" So und ähnlich lauteten die Rätsel, die es bei der Geocaching-Tour der vierten Klasse der Uhland-Grundschule zu lösen galt. Mit der richtigen Lösung kamen die Kinder auf die fehlende Koordinate für die elektronische Schatzsuche.

Mit Geräten in Handygröße waren die Kinder in der vergangenen Woche rund um ihre Schule unterwegs. Das Team vom Medientreff Zone in Magdeburg hatte die Klasse in die drei Gruppen Zitrone, Kirsche und Banane eingeteilt und begleitete die Schatzsucher mit Rat und Tat. Sie haben auch die sogenannten "Caches" in der Umgebung versteckt, nach denen gesucht wurde.

Die elektronische Schnitzeljagd fand im Rahmen der Volksstimme-Aktion "Schüler machen Zeitung" (SchmaZ junior) statt. Unterstützt wurde sie durch die AOK. "Die Kinder sind zu Fuß unterwegs und lernen dabei die nähere Umgebung kennen. Die Verbindung von Wissen und Bewegung ist etwas, dass wir unterstützen", erläuterte Ralf Kitzing, Pressesprecher der AOK Magdeburg.

Verknüpft wurde die Bewegung in der Natur mit der Bedienung der modernen Elektronik. "Wir schulen die Medienkompetenz von Kindern und Jugendlichen", erklärte Stefanie Kakoschke, Medienpädagogin vom Medientreff. Dazu gehöre der Umgang mit dem PC genau so wie die Erstellung von Schülerzeitungen. In Genthin stand der Umgang mit den GPS-Geräten im Vordergrund. Denn nicht immer war die Orientierung ganz einfach. Manchmal schickte das Gerät die Kinder auch in die Irre. Dann brachten die Begleiter die Gruppen wieder auf Kurs. "Wir sind die Verstecke vorher abgegangen, aber ein paar Ungenauigkeiten schleichen sich immer mal ein", sagte Stefanie Kakoschke. Manchmal waren die Behälter gar nicht so leicht zu finden. Gina, Felix, Marc, Jonas, Philip und Stephan aus der Gruppe "Zitrone" mussten besonders am Anfang ganz schön eifrig suchen.

"Wo soll denn hier etwas sein?", fragte Jonas, der mit Adleraugen das Gelände absuchte. Erst Lehrerin Grit Lehnau konnte helfen. Eingeklemmt an der Dachrinne eines kleinen Gebäudes knapp über den Köpfen der Kinder befand sich das Versteck mit dem Hinweis auf die nächste Station. Auch danach war Suchen angesagt. Denn das Gerät zeigte das Ziel nur ungefähr an.

Zwischen Sträuchern oder sogar in einer Zaunhalterung wurden die Kinder fündig. Am Ende der sechs Stationen wartete auf alle Teilnehmer eine große Schatzkiste, aus der jeder eine kleine Belohnung bekam. "Das war besser als Unterricht", fanden die jungen Schatzsucher am Ende.

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