30 500 Hektar. So groß ist das Forstamt Elb-Havel-Winkel. Auch im Wald wird gespart. Gab es 2006 noch acht Reviere und Revierförster, sind es nun nur noch vier. Über die aktuellen Aufgaben und Probleme sprach Forstamtsleiter Peter Sültmann mit Volksstimme-Redakteurin Kristin Schulze.

Volksstimme: Was für Aufgaben fallen im Forstamt an?

Peter Sültmann: Wir bieten ein Paket von Aufforstung bis Einschlag für Waldbesitzer. Das können Privatleute oder Kommunen sein. Dafür, dass wir ihren Wald betreuen, bezahlen sie uns.

Aufforstung? Einschlag. Das müssen sie erklären.

Holzeinschlag bedeutet, dass Bäume gefällt werden und Holz verkauft wird. Wir schauen uns an, was gefällt werden kann, markieren die Bäume und vermessen dann schließlich das Holz. Dann geht es an die Aufforstung, das heißt, neue Bäume werden nach dem Kahlschlag gepflanzt. Um die kümmern wir uns, bis sie fünf Jahre alt sind, indem wir kontrollieren, ob sie sich ordentlich entwickeln.

Das hört sich nach viel Arbeit an.

Wobei wir damit zu kämpfen haben, dass viele Waldbesitzer ihre Verträge gekündigt haben, da 2013 die Preise gestiegen sind. Laut Waldgesetz darf sich jeder Besitzer selbst um seinen Wald kümmern. Das ist auch ein Grund dafür, dass das Forstamt nicht mehr in acht Reviere, wie noch 2006, sondern in vier aufgeteilt. Das sind nicht viele, die Revierförster haben so ziemlich große Flächen zu betreuen.

Was gehört noch zu Ihren Aufgaben?

Die Waldberatung, das heißt, wir sind Ansprechpartner bei Sturm, Schädlingen und Hochwasser. Aktuell beschäftigen wir uns viel mit Fördermittelanträgen nach dem Hochwasser 2013. Außerdem kümmern wir uns um den Waldschutz. Unabhängig davon, ob wir mit der Betreuung eines Waldes beauftragt wurden, führen wir in allen Wäldern Bodenproben durch, um Massenvermehrungen von Schädlingen zu verhindern und kümmern uns um den Waldbrandschutz.

Wie?

Indem wir zum Beispiel Waldbrandschutzstreifen anlegen. Dafür werden im Elb-Havel-Winkel etwa 172 Kilometer gepflügt. Ein Mitarbeiter sitzt außerdem an der "Feuerwatch". Die Wälder werden mit Kameras überwacht, wir sehen an den Monitoren, wo es brennt.

Wie viele Mitarbeiter kümmern sich um die 30 500 Hektar Wald?

An der Spitze steht der Forstamtsleiter (Peter Sültmann, d.Red.). Das Gebiet ist in vier Reviere unterteilt, diese haben je einen Revierförster. Insgesamt stehen dann noch fünf Waldarbeiter zur Verfügung.