Mit sportlichen Höhepunkten und einem bunten Nachmittag ging am Sonntag das dreitägige Reiterfest in Hohenseeden zu Ende. Für die Veranstalter vom Reitverein Hohenseeden waren es weit mehr als drei Tage vollgepackt mit Arbeit, trotzdem gab es am Schluss viele zufriedene Gesichter.

Hohenseeden l Es hat mal wieder alles geklappt, und bis auf kleinere Blessuren gab es keine Unfälle - Mensch und Tier konnten allesamt gesund die Heimreise antreten. Aufatmen also bei Vereinsvorsitzender Dorthe Holzschuh und ein erleichterter Blick über den Platz, wo ihre Vereinsfreunde und Helfer schon mit dem Aufräumen begonnen hatten. Der "Wolkenbruch" zum Abschluss, der das Hohenseedener Turnier schon des Öfteren heimgesucht hatte, war zum Glück ausgeblieben. Das Wetter war zwar nicht perfekt, aber doch besser als angekündigt.

Und so hatten dann am Sonntagnachmittag doch noch zahlreiche Zuschauer den Weg zum Turnierplatz gefunden, schauten bei den letzten Wettbewerben zu - bei den ganz Kleinen und bei den Besten, trafen viele Bekannte zum Schwatzen, genossen die kulinarischen Angebote und ließen den Kindern ihren Spaß bei den "Moskitos" aus Parey.

Bunt ging es wieder zu beim Führzügelwettbewerb mit Kostüm: Stolz thronten "Piratenbraut", "Robin Hood", "Biene Maja", Prinzessin und andere auf ihren Ponys oder sogar Großpferden. Kein Problem, wenn sich die Kleinsten dabei noch am Sattel festhalten, vor allem wenn`s beim Traben so sehr "hopst". Die Richter Vera Beschnidt und Hermann Dreusicke hatten für alle ein ermutigendes Wort. Der sportliche Sieg ging an den fortgeschrittensten der kleinen Reiter: Samuel Bursian aus Schackensleben. Er freute sich riesig, und das sah man auch.

Den zweiten Platz und den Ehrenpreis für das schönste Kostüm sicherte sie "Piratenbraut" Leni Frieda Kühn vom Reitverein "Gut Herrenhölzer", und Platz drei blieb in der Region: Jona Rethfeld vom RV "Preußen" Mützel errang ihn mit Pony "Lucky Blue Eye".

"Sieger der Herzen" war aber zweifellos die kleine Neele Lenz als "Biene Maja" auf ihrem Shetlandpony "Ronja", geführt von Papa Steffen Ebert.

Um den Zuschauern die Pause bis zum abschließenden M-Springen zu verkürzen, hatten sich die Veranstalter diesmal ein besonderes Gaudi ausgedacht: Handtaschenweitwerfen. Nein, die eigene Handtasche brauchte dazu nicht geopfert zu werden. Drei ausrangierte Taschen lagen bereit - mit Sand gefüllt wegen der nötigen Schwungmasse. Unter Turnierteilnehmern und Zuschauern fanden sich auch ohne langes Betteln sechs Bereitwillige, die auch mal über sich selbst lachen konnten.

Kleine Ehrenpreise und zünftige Schleifen gab es am Ende auch. Wer vielleicht mit Pferd diesmal leer ausgegangen war, konnte zu guter Letzt doch noch mit der Trophäe "angeben". Die goldene Schleife sicherte sich ganz allein und ohne die Hilfe seines Pferdes Torsten Reichelt vom RV Königsborn: Er kann Handtaschen schleudern wie kein anderer!

Mit Pferd ging es zum Schluss noch einmal über die Hindernisse: Das M-Springen gewann mit einer schnellen, fehlerfreien Siegerrunde Hendrik Holländer vom RV Ihleburg mit "Quintus".

Mehr zum Turnier in Hohenseeden lesen Sie demnächst auf der Sportseite.

Die nächste Veranstaltung auf dem Reitplatz in Hohenseeden gibt es am Mittwoch, 24. Juni: Dann findet hier wie schon seit mehreren Jahren die Fohlenschau des Jerichower Landes statt.

   

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