Knapp drei Stunden boten die 55 Mitwirkenden der 35. Sitzung des GCC am Sonnabend ein Feuerwerk der karnevalistischen Unterhaltung. Die Genthiner durften sich an einem exklusiven und feinsinnigen Programm erfreuen, das kaum Schwachstellen zeigte.

Genthin. GCC-Präsident Wolfgang Fleischer fiel am Sonnabend gegen 22 Uhr ein Stein vom Herzen: "Ich glaube, mit diesem Programm können wir sehr zufrieden sein", sagte er. Ein Urteil, das aus vielerlei Hinsicht ins Schwarze trifft, aber auf jeden Fall der Gesamtleistung des Vereins geschuldet ist. Das Attribut "bemerkenswert" verteilt sich beim GCC ohne Frage auf viele Schultern. Absolute Kracher boten Martin Bartz als Kalle, der unnachahmlich-schnoddrig zur Müllaffäre um die Finzelburg sinnierte, und Rita Bartz, die gesanglich als Bürgermeister Bernicke, der mit seiner Hauptamtsleiterin hadert, das Publikum verzückte. Ihre Seitenhiebe waren absolut einfallsreich und im besten Sinne karnevalistisch. Kommunalpolitik wurde poitenreich auf die Bühne geholt, die sonst für viele nur noch ein Langeweiler ist. Martin Bartz erwies sich als absolute Neuentdeckung des gesprochenen Wortes. Er hatte in den vergangenen Jahren seine Aufgaben im technisch-organisatorischen Ablauf der Sitzungen. Mit Michael Schremmer und Bernhard Horn verstärkte er nun die Mannschaft, die in die Bütt stieg. Dieses Kleeblatt sorgte dafür, dass sich der GCC - allen Nachwuchssorgen zum Trotz - in diesem Jahr wortgewaltig aufgestellt hat. Leiser und amüsant-altbacken bereicherte auch der Auftritt der Kleenen Marleene (Dagmar Liebscher) mit ihrer Freundin Musine (Simone Wirt) das gesprochene Wort.

Seine gesanglichen Stärken reizte der GCC wiederum mit Achim Ryssmann, Manni Göbel, Yvonne Brien, Birgit Heinzelmann und Netty Borstel aus. Dass dabei Deutschlands derzeit größter Star Lena Meyer-Landrat der Hafenbar einen Besuch abstattete, ist der typgerechten Yvonne Brien zu verdanken. Überhaupt geht Genthin aufregenden Zeiten entgegen: Glaubt man Moderator Christian Granitzki wird der Elbe-Havel-Kanal zukünftig alle drei Jahre ausgebaut, so dass die Genthiner Stadtverwaltung die Möglichkeit erhält, das anfallende nutzlose Aktenmaterial zu entsorgen. Aber das war nur eine von vielen närrischen Sticheleien, die "fast beiläufig" ins Mark trafen.

Glanz verliehen der Hafenbar einmal mehr die Mädchen der Tanzgruppe "Impuls". So gab es neben der Kost für Herz und Seele natürlich auch die fürs Auge, an der übrigens auch wieder die Schweißgirls ihren Anteil hatten.

Ein Hauptakteur dieser Sitzung, hob Präsident Wolfgang Fleischer hervor, sei Bernhard Horn gewesen, der bereits seit dem 11. 11. mit der Vorbereitung dieses Programmes beschäftigt war. Die Hafenbar des GCC öffnet erneut am 26. Februar und 5. März, punkt 19.19 Uhr im Genthiner Stadtkulturhaus.