Genthin. Mit aktuellen Entwicklungen und Problemen am Bismarck-Gymnasium beschäftigten sich die Mitglieder des Elternrates bei ihrem Stammtischtreff vorgestern Abend. Auch Schulleiter Gotthard Wienmeister war der Einladung der Mütter (Väter scheinen im Elternrat eher unterrepräsentiert zu sein) gefolgt.

Annett Schönitz trug als Sprachrohr der Schüler deren Wunschliste für ihre Schule vor. "Ganz wichtig sind den Kindern und Jugendlichen neue Möbel und Toiletten für Haus II", so die Vorsitzende des Elternrates. Das dies auch 2011 nicht klappen wird, bedauerte auch Wienmeister. "Die Instandsetzung war für 2011 fest eingeplant, leider scheint es an der Burger Musikschule dringendere Probleme zu geben. Im Kreistag hieß es aber, wir seien auf jeden Fall nächstes Jahr dran", so Wienmeister.

Auch die verstärkte Arbeit mit Computern wird laut Annett Schönitz von den Schülern gewünscht. Hier konnte der Schulleiter frohe Botschaften verkünden: "Wir bekommen ein neues Kabinett mit zwölf Computern, die in Pausen und Freistunden genutzt werden können."

Ein Wunsch der Schüler ist bereits in Erfüllung gegangen: Sie können jetzt in einer schöneren Kantine, für die Wienmeister höchstpersönlich Pinsel und Farbe in die Hand nahm, essen. Der neue Kioskleiter zeigte sich laut Beate Blaschke -Mitglied im Kiosk-Komitee - erfreut, dass das gesunde Angebot mit Obst und Müsli von den Schülern so gut angenommen wird. Nächster großer Punkt auf der Tagesordnung war die Abordnung vieler Fachlehrer und die schriftliche Beschwerde des Elternrates darüber beim Landesverwaltungsamt. Wienmeister äußerte einerseits Verständnis für die Entscheidung des Amtes: "An unserer Schule herrscht Lehrerüberhang, an anderen Schulen dagegen Mangel. Ein Ausgleich ist nötig und sinnvoll." Den Wechsel vieler Kollegen mitten im Schuljahr empfinde aber auch er als ungünstig.

"Was rechnerisch Sinn macht, ist pädagogisch leider nicht immer die beste Lösung."

Auch die Mitglieder des Elternrates kritisierten vor allem die verstärkte Abordnung in relativ kurzer Zeit. Zehn Lehrer seien das seit Beginn des Schuljahres gewesen, informierte Wienmeister.

Alle anwesenden Mitglieder des Elternrates unterschrieben den Beschwerdebrief an das Landesverwaltungsamt.