Von Edelgard Schlaffke

Genthin. Stricken ist für Marga Dittert und Erna Tiede-Bertz eine Leidenschaft, die jedoch keine Leiden schafft, sondern wunderschöne Sachen. Vor einiger Zeit bezeichnete ich mal Marga, die Mutter von Radweltmeister Bernd Dittert, als Weltmeisterin im Stricken. Was sie alles in den letzten sechs Jahren für einen guten Zweck gestrickt hat, kann sie selber nicht ausreichend sagen.

Marga hatte erfahren, dass in Borstel (Landkreis Stendal) unter Leitung von Edith Bartels, für rumänische Kinder und Senioren in Altenheimen gestrickt wird. So fährt sie jeden Montag nach Borstel, um dort mit den Frauen zu stricken. Sie schätzt, dass bisher zirka 180 Pullover unter ihren Händen entstanden sind. Das reicht ihr nicht, einmal in der Woche geht es nach Schlagenthin und einmal im Monat kommt sie in den "Lindenhof" Genthin zum Treff des Handarbeitsclubs der Volkssolidarität.

Für den Roßdorfer Kindergarten bestrickte Marga die Puppen, auch der Schlagenthiner Kindergarten erhielt Puppensachen und außerdem 14 Kissenbezüge. Die Fußballer in Schlagenthin erhielten von ihr Schals in den Vereinsfarben. Mützchen und Babysöckchen sind für Frühchen gestrickt worden.

Erna Tiede-Bertz fährt mit Marga Dittert seit 2007 nach Borstel. Sie ist ebenfalls Mitglied im Handarbeitsclub. Auf ihr Konto kommen 75 Pullover. Besonders gern strickt sie Socken mit zwei Nadeln in allen Größen. Kürzlich beging Erna ihren 79. Geburtstag und fuhr mit ihrer Schwester an den Gardasee (Italien).

In Borstel sind wieder die angefertigten Stricksachen gesammelt worden. Dort wird der Transport nach Rumänien zusammengestellt. In das ferne Land kommen gestrickte Grüße aus Genthin und Roßdorf.