Genthin (ehl). Unterlagen und Arbeitsgeräte der früheren Bäckereien in Genthin sucht der Freundeskreis der Stadtgeschichte für seine Handwerker- ausstellung im Wasserturm als Leihgaben.

In den 1920er Jahren lieferten einige Bäcker ihren Kunden morgens die Brötchen noch ins Haus. 14 Bäckereien hatte es damals insgesamt in der Kanalstadt gegeben.

Die Tochter von Bäckermeister Willi Schulz, der sein Geschäft in der Friedenstraße/Zeppelinstraße gemeinsam mit seiner Frau Anna bis 1974 betrieben hatte, sicherte dem Freundeskreis ihre Unterstützung schon zu. In Genthin gab es außerdem die Kaffeerösterei Heinrich Trotzki in der Brandenburger Straße, das Hamburger Kaffeelager Thams und Garfs und das Kaiserkaffeegeschäft (beide in der Parchenstraße, heute Magdeburger Straße) sowie die Kaffeehäuser Karl Behrens am Markt, Gustav Hahn (heute Brandenburger Straße) und Richard Herrmann jr. in der Mühlenstraße.

Im ehemaligen Kaffee Behrens wird die Tradition mit einem Café fortgesetzt. Ab den 50er Jahren hatte in dem Gebäude die Handelsorganisation (HO) Backwaren und Eis verkauft.