Genthin (mla). Ein rund 1500 Quadratmeter großes Waldstück östlich des Wasserwerkes, nahe der Rathenower Heerstraße stand gestern Morgen in Flammen. Die Ortsfeuerwehren Genthin und Altenplathow waren um 7.29 Uhr alarmiert worden.

Die 17 Einsatzkräfte brauchten anderthalb Stunden, um das Feuer zu löschen. Betroffen war ein Bestand von 60 Jahre alten Kiefern. "Das Großlöschtankfahrzeug TLF 24/50, das im Dezember beschafft und im Februar in Dienst gestellt worden war, hat sich bei seinem ersten Waldbrandeinsatz bewährt", sagte Stadtwehrleiter Achim Schmechtig.

Insgesamt waren die Wehren mit sechs Fahrzeugen ausgerückt.

Zur Anwendung kamen außerdem die neu angeschafften Löschrucksäcke aus Kunststoff. Diese verfügen über 19 Liter Inhalt, der über eine kleine Handspritze dosiert wird. Die Löschrucksäcke eignen sich besonders für die Bekämpfung kleiner Glutnester und kommen seit Jahren erfolgreich in den USA zum Einsatz.

Die Polizei hat die Ermittlungen zur Ursache des Waldbrandes aufgenommen. Die Vermutung, dass er auf einen fahrlässigen Umgang zurückzuführen ist, liegt allerdings nahe.

Entdeckt hatte den Waldbrand eine Mitarbeiterin des Trink- und Abwasserverbandes, die selbst Mitglied in der Feuerwehr ist.

Für die Genthiner Feuerwehrleute ist der Waldbrand am Dienstagmorgen schon der 39. Einsatz in diesem Jahr gewesen. Die Quote liegt damit über dem Vorjahr.