Die Museen in ganz Deutschland, aber auch in Österreich und in der Schweiz begehen am Sonntag, 15. Mai, den 34. Internationalen Museumstag. Er steht in diesem Jahr unter dem Motto "Museen, unser Gedächtnis!" Auch das Kreismuseum Jerichower Land in Genthin hat an diesem Tag seine Pforten geöffnet und wartet mit der Eröffnung einer interessanten Ausstellung auf.

Genthin. Gerade hält ein Pkw auf dem Gelände des Museums. Aus seinem Anhänger laden Museumsleiterin Antonia Beran, ihre Mitarbeiterin Marita Döhring und Veronika Freudenberg, Hausmeisterin des Bismarck-Gymnasiums gerahmte Porträts, Pokale, einen Polylux und sogar eine Fanfare aus. Das alles wird in der Sonderausstellung "Vom Griffel bis zum Polylux" zu sehen sein, die am 15. Mai um 14 Uhr im Museum in Genthin eröffnet wird.

"Durch die Exponate können die Besucher der Ausstellung praktisch eine Zeitreise durch die eigene Kindheit und Jugend machen, eine Reise durch ihre eigene Schulzeit. Was vor 30, 60 oder gar 100 Jahren zum Alltag in der Schule gehörte, das ist dann bei uns ein Stück weit zu sehen. Schulgeschichte vom ausgehenden 19. Jahrhundert bis zu der späten DDR-Zeit und das in Genthin und Umgebung zeigen wir", sagte Antonia Beran. Da sind alte Schulbücher und -hefte zu sehen, Karten, Schulhefte, Zeugnisse und andere Dokumente sowie Klassenfotos." Aber auch Dinge, die im Werkunterricht entstanden sind. "Und sicher werden bei einigen Schaustücken aus der Pionierzeit Erinnerungen bei dem einen oder anderen Besucher wach", so Beran.

Woher stammen die Exponate? "Einwohner aus Genthin und Umgebung haben die Stücke zur Verfügung gestellt. Rund 20 private Leihgeber können wir verzeichnen", freut sich Antonia Beran. "Und es kommen immer mehr Stücke dazu. Kürzlich war ich beispielsweise bei einer 97-jährigen Dame. Sie hatte richtige Schätze für unsere Exposition."

Aber nicht nur von Privatpersonen stammen die Ausstellungsstücke. Auf dem Dachboden des Bismarck-Gymnasiums wurde man fündig. "Wir können viele Sportpokale zeigen", so die Museumsleiterin. Ein besonderer Höhepunkt bei der Eröffnung der Ausstellung ist "die Schulstunde, die um 15 Uhr beginnt. Darin bekommen Jung und Alt eine Einführung in die alte deutsche Schreibschrift Sytterlin", so Beran. "Bei freiem Eintritt an diesem Tag, kann man auch einfach mal so unser Haus besuchen und im Museumsgarten Kaffee und Kuchen genießen."