Mit den sommerlichen Temperaturen geht es am Strand des Zabakucker Sees wieder lebhafter zu. Am Sonntag starteten auch die Genthiner Rettungsschwimmer der DLRG offiziell in die Saison. In den kommenden vier Monaten - bis zum 15. September - werden sie wieder ein Auge auf die Sicherheit der Badegäste haben.

Zabakuck/Genthin. Noch bevor die neue Badesaison für die Rettungsschwimmer eingeläutet wurde, ging es für gut ein Dutzend Mitglieder der DLRG am Sonnabend daran, bei einem Arbeitseinsatz den Uferbereich aufzuräumen, Bojen zu befestigen und die Plattform wieder in den See zu bringen. Zumeist Jugendliche der gut 100 Mitglieder zählenden Ortsgruppe der DLRG Genthin waren gekommen. "Dem Auftakt der Saison geht immer diese Putzaktion voraus, schon um die Verletzungsgefahr für die Badegäste so gering wie möglich zu halten", erklärte Ortsgruppenchef Ingo Bernau.

Die zwölf Rettungsschwimmer, die in dieser Saison in Zabakuck zum Einsatz kommen, werden gemeinsam etwa 1500 Stunden zu leisten haben. Sie tun dies ehrenamtlich - gegen eine Aufwandsentschädigung.

Ingo Bernau ist allerdings nicht ohne Sorge, wenn er die Altersstruktur seiner Rettungsschwimmer betrachtet. "Die 18- bis 20-Jährigen fehlen. Unsere Leute vor Ort sind um 23 Jahre alt und damit schon in gewisser Weise alte Kader. Wir haben Nachwuchssorgen in dem Bereich der 18-Jährigen, weil diese Altersgruppe ausbildungsbedingt abgewandert ist."

Speziell unter den Abiturienten suche man deshalb immer noch Rettungsschwimmer, die über die Dauer der Ferien einspringen können. In diesem Jahr sei man bisher allerdings noch nicht erfolgreich gewesen.

Nichtsdestotrotz können die Genthiner Rettungsschwimmer in Zabakuck den Badebetrieb in der Vorsaison nach Bedarf und während den Ferien vollständig abdecken. "Bewachte Strände sind, auch im Jerichower Land, an der Hand abzuzählen", sagte Bärbel Höschel, Chefin des Touristenzentrums, das für den Kiessee im vergangenen Jahr 1500 Badegäste verzeichnete. Von dem Umstand, dass dem Kiessee auch bei den jüngsten Untersuchungen wieder eine sehr gute Qualität als Badegewässer bescheinigt wurde, erhofft sie sich auch weiterhin eine ähnlich große Besucherresonanz.

Dabei stehen die Vorzeichen offensichtlich gut für ein unfallfreies Badevergnügen: Toi, toi, toi: In den vergangenen Jahren habe sich kein schwerer Badeunfall ereignet, sagte Bernau. Glücklicherweise seien die Rettungsschwimmer bisher fast ausschließlich nur bei kleineren Verletzungen und Wehwehchen gefragt gewesen.

"Doch wir beobachten mit großer Sorge, dass Eltern gerade ihre kleinen Kinder, die noch nicht schwimmen können, arglos mit hinaus auf die Plattform nehmen. Sie verkennen dabei, dass sie ihre Kinder wissentlich in Gefahr bringen", sagte Bernau.

Die Rettungsschwimmer raten deshalb den Eltern, ihre Kinder, die noch nicht schwimmen können, unbedingt mit Schwimmhilfen auszustatten. "Sie sind bei der Rettungsaufsicht erhältlich", appellierte Ingo Bernau.