Nach dem Konzert Anfang Januar zur Einweihung der restaurierten Orgel in der Hohenseedener Kirche war Organist und Chorleiter Matthias Müller zusammen mit Sängerinnen und Sängern der Max-Drischner-Kantorei Klein Ammensleben und des Kirchenchors Irxleben nun erneut hier zu Gast. Zahlreiche Zu- hörer hatten sich eingefunden.

Hohenseeden. Wie angekündigt sang der Chor Werke von Max Drischner und Charles Gounod, Matthias Müller begleitete auf dem Harmonium, und darüber hinaus spielte er einige kürzere Stücke auf der Orgel. Diese wählte er, wie es typisch für ihn ist, wieder spontan aus. Es erklangen unter anderem der "Prozessionsmarsch" von Otto Dienel und eine Melodie von Alexandre Guilmant. Ein wenig erzählte er auch zu den Werken, damit die Zuhörer diese besser einzuordnen wussten.

Nach dem Konzert allerdings blieb keine Zeit mehr zum Reden: Matthias Müller hatte es eilig, da er zunächst nach Norddeutschland und anderntags per Flugzeug nach Frankreich reiste. Denn der vielseitige und vielbeschäftigte Musiker ist seit etwa 25 Jahren auch Fachmann in Sachen Orgel- und Harmoniumreparatur. Unter anderem werde er in dieser Woche in den Pyrenäen ein Harmonium reparieren und am nächsten Sonntag auf diesem ein Einweihungskonzert geben, kündigte er an.

Anfang Mai wirkte er beim "Internationalen Clavierfestival" auf Schloss Hundisburg mit. Und Ende Februar wurde er dort bei der Gala des Ehrenamts ausgezeichnet. Im Jerichower Land wird er am 31. Juli wieder sein, zu einer Orgelwanderung von Dörnitz über Drewitz nach Magdeburgerforth, dann am 8. September zu einem Harmoniumkonzert in Gommern und am 26. November in Brandenstein.