Nicht nur das "halbe Dorf", sondern auch Gratulanten von weiter her kamen gestern, um Bärbel und Horst Maler ihre guten Wünsche zur goldenen Hochzeit zu überbringen. Richtig gefeiert wird dann am Sonnabend in der Pareyer "Bergschänke".

Neuderben. Dort in der Bergschänke sind sie sich damals auch näher gekommen. Das war bei einem Feuerwehrball "Danach konnten wir nicht mehr voneinander lassen...". Heute sind die beiden die inoffiziellen "Hausmeister" der Feuerwehr, denn als direkte Nachbarn kümmern sie sich freiwillig mit um das Grundstück. Was lag näher, als auch ihre Gratulanten hier zu empfangen - doch selbst dieser Raum wurde zu klein, als der Ansturm richtig losging.

Horst Maler ist Neuderbener Urgestein. Seine Frau stammt aus der Neumark - Alt-Deetz, Kreis Soldin im heutigen Polen. Sie kam 1947 nach Neuderben und wurde bald danach in Parey eingeschult. Ihr fünf Jahr älterer, künftiger Mann ging dort bereits zur Schule. Sie kannten sich zwar damals als Kinder aus demselben Dorf, doch erst viel später brachte sie jener Tanzabend zusammen.

Bereits mit 14 Jahren ging Horst Maler, der aus einer Schifferfamilie stammt, mit auf Schifffahrt, und dabei blieb es, bis er mit 63 Jahren in den Ruhestand ging.

Bärbel Maler war zunächst als Sachbearbeiterin im Büro im Stahlbau Parey beschäftigt. 1967 wurde ihre Tochter geboren, danach blieb sie einige Jahre zu Hause. Dann war sie vier Jahre auf der Schleuse Parey tätig, um schließlich als Bootsmann mit auf Schifffahrt zu gehen. Sie blieb dabei, bis ihr Mann im Oktober 1997 aufhörte, und konnte kurz darauf ebenfalls in Rente gehen.

Zur Familie ist inzwischen ein Enkel dazu gekommen.