Der letzte Höhepunkt der Aktion "Alles neu macht der Mai" im Pfarrbereich Jerichow wird am Sonntag, 5. Juni, um 10 Uhr in einem feierlichen Gottesdienst das Aufstellen des neuen Altarkreuzes in der Klosterkirche Jerichow sein. Passend dazu werden jetzt noch neue Leuchter gegossen.

Jerichow. Das Kreuz hat der Hamburger Künstler Gerhard Hausmann schon vor Jahren - völlig ohne Auftrag - als "Lebensbaumkreuz" angefertigt. Dieses Kreuz will der Gemeindekirchenrat nun für die Klosterkirche Jerichow erwerben. "Schon lange stand die Idee für ein neues Altarkreuz im Raum", berichtet Pfarrer Christof Enders. "Bisher befand sich dort ein schlichtes Holzkreuz in einer Gestaltung aus den 50er/ 60er Jahren. Damals waren die Mittel natürlich begrenzt."

Pfarrer i.R. René Leudesdorff, langjähriger Vorsitzender des Fördervereins "Erhaltet Kloster Jerichow", hat das Kreuz entdeckt und fand: "Dieses Kreuz muss in der Klosterkirche Jerichow stehen!" Vor allem die symbolische Gestaltung des Kreuzes passt in den romanischen Stil der Kirche, meint auch Enders: "Die Inhalte des Glaubens, die Nähe Gottes im Gottes-Haus werden zumeist nicht direkt dargestellt, sondern sind symbolisch im Bau verankert. Das Kreuz passt sich hier ein. Es deutet die reale Kreuzigungsszene nur an und stellt das Geschehen dar, so wie es im Glauben erfahren wird: Der Sieg über die Angst vor der Bedrohung des Lebens. Aus totem Holz sprießt neues Leben."

Die Anschaffung dieses besonderen Kunstobjektes wird nun dank der Unterstützung zahlreicher Menschen möglich. Entscheidend dabei ist, dass der Künstler Gerhard Hausmann auf sein Honorar vollständig verzichtet und der Kirchengemeinde das Kreuz nur für die Herstellungskosten übergibt, betont Pfarrer Enders. Ganz billig sei aber auch dies nicht. Ein sehr wichtiger Beitrag wurde vom Förder- und Heimatverein Stadt und Kloster Jerichow geleistet, der das Projekt unterstützt und vorangetrieben hat. Zwei private Spenderinnen, die schon seit vielen Jahren ihr Herz an die Klosterkirche verschenkt haben, komplettierten die Finanzierung.

Passende Leuchter werden gegossen

Zum Kreuz fehlten nun noch die passenden Kerzenständer. Auf Nachfrage von Pfarrer Enders hat Gerhard Hausmann in seinem Fundus noch einen passenden Entwurf gefunden.

Zur Probe hatte Hausmann das Modell nach Jerichow geschickt. "Ich habe Leuchter und Kreuz sofort als stimmiges Ensemble empfunden", sagt Enders. Die Leuchter werden nun in der Hamburger Metallgießerei Ritter gegossen. Das ist wegen der besonderen Form nicht ganz einfach, hat Enders von Gießerei-Chef Josef Ritter erfahren. Deshalb musste ein weiterer Alu-Abguss gemacht werden. Wahrscheinlich heute erfolgt der Bonzeguss. Die fertigen Leuchter bekommen zum Schluss noch ein Bad in einer Oxidations-Lösung, damit sie dann die richtige Patina haben.

 

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