Mit ihrem Huysburg-Rundweg haben sich die Mitglieder des Vereins "Zwischen Huy und Bruch" für den Wettbewerb des Regionalverbandes Harz beworben. Nach erfolgreicher Vorrunde muss die Jury nun vor Ort überzeugt werden.

Huysburg l Den Huy als "kleinen Bruder des Harzes" bekannter zu machen, ist das erklärte Ziel, berichtet Lutz Bothe. Er ist Mitglied des Fördervereins "Zwischen Huy und Bruch", der sich die Pflege lokaler Traditionen und Unterstützung von Aktivitäten in der Gemeinde und seiner Vereine auf die Fahnen geschrieben hat. Ein Projekt, das die Vereinsmitglieder in den letzten Monaten entwickelt haben, ist ein neues Wanderwegekonzept. Mit diesem stellen sie sich nun im Rahmen des Naturpark-Wettbewerbes des Regionalverbandes Harz der Konkurrenz. Bei 17 Bewerbern haben sie es bereits unter die besten sechs geschafft.

Seit 1999 wird der Preis jährlich in wechselnden Kategorien vergeben. Dieses Mal lautet das Motto "Der Weg ist das Ziel". Städte, Gemeinden, Vereine, Stiftungen und Privatpersonen waren aufgerufen, ihre Themenwanderwege vorzustellen. "Wir suchen nach Wegen mit regionalem Bezug", erläutert Klaus George. "Nicht nur Touristen, sondern auch Einheimische sollen von den Konzepten angesprochen werden."

Zu gewinnen gibt es einen Sachpreis im Wert von 500Euro, der voraussichtlich anlässlich des Walpurgisempfanges 2014 verliehen wird. "Außerdem werden die Bewerber in einem aufklappbaren Faltblatt präsentiert, mit dem sie werben können", informiert Klaus George. Gemeinsam mit vier weiteren Fachkundigen bildet der Leiter des Natur- und Geoparks die Jury.

Die Experten machten sich diese Woche vor Ort ein Bild von den sechs Finalisten. Dafür legten sie mehrere Hundert Kilometer quer durch den Harz und das Umland zurück. Sie erkundeten einen Eidechsenweg, ein Konzept von Jägern und einen Bergbau-Lehrpfad. "Alle Projekte sind sehr spannend. Sie behandeln ganz unterschiedliche Themen. Die Entscheidung werden wir uns deshalb nicht leicht machen", betont George.

Von der Vielseitigkeit des Wanderwegekonzepts des "Zwischen Huy und Bruch"-Vereins zeigte er sich beeindruckt. Beworben haben sich die Mitglieder mit ihrem 11,5 Kilometer langen Huysburg-Rundweg. Ausgehend vom Benediktiner-Kloster führt die Route unter anderem an der Sargstedter Warte und der Daneilshöhle vorbei. Entlang der Strecke weisen A4-große Schilder Wanderern den Weg. Das Besondere an den Tafeln: Sie werden durch Spenden von Vereinen und Privatpersonen in Form von Schilder-Patenschaften finanziert. Zu Beginn des Weges steht eine große Hinweistafel, auf der die Route und ihre Sehenswürdigkeiten aufgezeigt sind. Wanderer können sich diese Karte als Flyer, die in einem Kasten an der Tafel zu finden sind, mitnehmen.

"Wir suchen nach Wegen mit regionalem Bezug. Nicht nur Touristen, sondern auch Einheimische sollen von den Konzepten angesprochen werden."

Dr. Klaus George, Leiter Natur- und Geopark

Das Konzept des Vereins sieht noch weitere themenbezogene Strecken vor. Schon im Oktober soll eine zweiteilige, achtförmige Strecke eingeweiht werden. Ausgangs- und Endpunkt ist die Blechbude in Wilhelmshall. Die beiden Geopfade führen vorbei an Naturbesonderheiten wie Fossilien, Biotopen und Steinbrüchen. "An bestimmten Stellen werden Tafeln mit QR-Codes angebracht. Wanderer können so mit internetfähigen Handys Wissenswertes über die Strecke erfahren", informiert Vereinsmitglied Erik Neumann.

Weiterhin ist ein Schülerlehrpfad auf der Huysburg sowie ein Quellpfad geplant. "Wir beschränken uns bei den Wegen nicht auf die Gemeinde Huy. So ist auch künftig eine Zusammenarbeit mit der Stadt Osterwieck geplant", informiert Lutz Bothe.

Für die neuen Wanderwege werden noch Schilderpaten gesucht. Infos zu dem Konzept unter www.huy-bruch.de und www.badersleben.de