Halberstadt l Förmlich im letzten Moment ist das Aus für den Verein "Junge Wirtschaft" in Halberstadt abgewendet worden. Erst in der Hauptversammlung am Donnerstagabend habe sich mit dem Gastronomen Chris Schöne dann doch noch ein Bewerber für das Vorstandsamt gefunden. Anderenfalls, so teilte gestern die bisherige Vereins- chefin Katharina Fischer auf Volksstimme-Nachfrage mit, hätte der dann führungslose Verein liquidiert werden müssen.

Nadine Henke und Tobias Steinke neu im Präsidium

Bereits vor dem Vereinstreff waren die aktuell rund 60Mitglieder, die vor allem in den früheren Kreisen Halberstadt und Quedlinburg zuhause sind, über einen geschlossenen Rücktritt der Führung informiert worden.

Allerdings habe es daraufhin nicht wie erhofft Bewerbungen für diese Ehrenämter gegeben, berichtete Fischer. Sie, ihr Stellvertreter Hendrik Thunack und Schatzmeisterin Anja Keidel hätten sich in diesen Funktionen in den vergangenen Jahren engagiert. Nun sei jedoch "der Zeitpunkt, für frisches Blut, für einen personellen Neuanfang, der Verein soll sich weiterentwickeln", schätzte die scheidende Vorsitzende ein.

Dieser Schritt ist ihren Angaben nach nun vollzogen worden. Mit Dirk Marzin als neuem Vize und Schatzmeisterin Sandra Rieke sei der Vorstand neu aufgestellt. Dazu gehöre ebenso eine Veränderung im siebenköpfigen Präsidium: Für die ausgeschiedenen Mitglieder Marko Eggert und den an die Spitze wechselnden Chris Schöne werden sich ab 1.März Nadine Henke und Tobias Steinke in diesem Gremium engagieren.

Katharina Fischer beschrieb das Klima der Hauptversammlung, an der etwa 20Mitglieder teilgenommen haben, "als ausgesprochen lebendig und konstruktiv". Am Abend habe zu keinem Moment die Gefahr gedroht, dass sich die 2007 gegründete Gemeinschaft auflöse, berichtete sie. Eine am Abend vorgenommene Satzungsänderung soll zudem eine Mitarbeit an der Vereinsspitze attraktiver werden lassen. Per Beschluss ist die Amtszeit von bislang drei Jahre auf künftig ein Jahr deutlich verringert worden - das soll ehrenamtliches Engagement leichter ermöglichen, so Fischer.

Keine Hochzeit mit den Wirtschaftsjunioren

Vor dieser für die weitere Existenz der "Jungen Wirtschaft" wichtigen Vereinsversammlung hatte es an die Adresse der Wernigeröder IHK-Wirtschaftsjunioren eine interne Anfrage gegeben, ob eine Fusion vorstellbar sei.

Katharina Fischer erklärte dazu: "Eine Form der besseren Zusammenarbeit, der engeren Kooperation von Junger Wirtschaft und Wernige- röder Wirtschaftsjunioren ist immer möglich, aber es muss doch nicht gleich eine Hochzeit sein." Sie bezeichnete eine Fusion "als schwer denkbar", vielmehr solle das Einanderkennenlernen im Fokus stehen.