Halberstadt l Blumen und Dankesworte hat es zur Verabschiedung von Gesine Schanz gegeben. Mehr als 20Jahre bereitete die Diplom-Sozialpädagogin im Auftrag der Adoptionsvermittlungsstelle im Jugendamt der harzer Kreisverwaltung Paare auf die Adoption eines Kindes vor.

Auch nach der Adoption eines Kindes betreute Gesine Schanz auf Wunsch die Paare weiter, denn sie weiß "dass eine Adoption kein einmaliger Akt ist, sondern ein lebenslanger Prozess, der das Leben aller Beteiligten stark prägt".

In der besonderen Verantwortung von Gesine Schanz lag das Qualifizierungsseminar "Wir möchten ein Kind adoptieren". Es ist Bestandteil des Eignungsverfahrens, das Ehepaare durchlaufen müssen, wenn sie ein Kind adoptieren wollen.

Wenn Gesine Schanz die zurückliegenden Jahre Revue passieren lässt, erinnert sie sich an eine Frage, die ihr von den Adoptionsbewerbern am häufigsten gestellt wurde: "Kann man denn ein Adoptivkind genau so lieben wie ein eigenes Kind?"

Eine Frage, auf die die Fachfrau nicht nur aus theoretischem Wissen eine Antwort parat hat. Neben ihren eigenen Kindern hat sie selbst ein Adoptivkind auf das Leben vorbereitet und weiß daher, dass Elternliebe nicht davon abhängt, ob es sich um ein leibliches oder ein Adoptivkind handelt.

Die engagierte Arbeit von Gesine Schanz wird durch die Sozialpädagogin Christina Hense-Schenk fortgesetzt. Sie wird wie Gesine Schanz zuletzt auch für zwei Landkreise tätig werden, da es seit Juni 2013 eine gemeinsame Adoptionsstelle der Kreisverwaltungen Harz und Börde mit Sitz in Halberstadt gibt; Ansprechpartnerinnen sind Christine Rütting und Peggy Hofmann.