Der Baulärm mitten in Badersleben ist Geschichte, die Straßen sind fertig und übergeben worden. Mit einem Straßenfest hat sich die Gemeinde bei allen Beteiligten bedankt.

Badersleben l Wenn Laura Sophie aus der Schule kommt, ist ihre Mutter normalerweise zu Hause. Am Freitag jedoch saß Ilona Müller mitten auf der Schmalbachstraße und feierte mit den Nachbarn. Die Schmalbachstraße, die Südstraße, die Mönchhofstraße und die Richthofstraße sind fertig und wurden mit einem Straßenfest zünftig eingeweiht.

Bürgermeister Thomas Krüger (CDU) erinnerte, dass die Sanierung dieser Straßen bereits vor 20 Jahren im Dorferneuerungsplan vorgesehen war. Doch dann kam alles anders. Durch die kommunalen Veränderungen waren die alten Konzepte hinfällig geworden und die Straßen seien auf der Strecke geblieben. Olaf Beder, der Ortsbürgermeister von Badersleben, nannte den Abschluss der Baumarbeiten "eine Erhöhung der Lebensqualität der Anwohner". Diese Straßen waren vor der Sanierung in einem schlechten Zustand und kaum noch zu befahren. Er erzählte von einer Begegnung mit dem Ministerpräsidenten von Sachsen-Anhalt, Rainer Haseloff (CDU), im Vorjahr. Dieser sei mit dem Fahrrad auf dem Weg zum Pfingsfest an der Mühle gewesen und habe sich über den Zustand der Schmalbachstraße so erschrocken, dass er spontan Unterstützung anbot, falls sie nötig wäre. Diese Option musste jedoch nicht gezogen werden. Im Zuge eines Gemeinschaftsprojekts der Gemeinde Huy mit dem Abwasserverband (WAZ) wurden die Straßen 2013 grundlegend saniert. Carl Haffke vom WAZ erklärte, dass somit die letzten Bauprojekte im Zuge der Kanalbauarbeiten abgeschlossen worden sind. Insgesamt wurden hier 600 000 Euro investiert, davon flossen 131 000 Euro Fördergeld. Mehr als 500 Meter neue Schmutzwasserleitung sind entstanden, und 55 Hausanschlüsse wurden neu verlegt oder erneuert. Außerdem sei der vorhandene Schmutzwasserkanal im Holzweg saniert worden. Mit dem kleinen Straßenfest, das aus der Schmalbachstraße vor-übergehend eine Sackgasse machte, dankte die Gemeinde allen Beteiligten für die Leistung und den Anwohnern für ihre Geduld. Laura-Sophie Müller aus der Südstraße freue sich besonders, dass sie jetzt wieder länger schlafen kann und nicht mehr durch den Baulärm geweckt wird.

 

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