Mit der Arbeit im Heimatmuseum hat Corinne Mnich ihre Erfüllung gefunden. Dabei sind die Bedingungen nicht einfach. Trotzdem freut sie sich schon auf Ostern - dann möchte sie mit den Besuchern basteln.

Von Ramona Adelsberger

Aderstedt l Corinne Mnich freut sich über den Frühling. Denn mit den steigenden Temperaturen erwärmen sich auch die Räume im Museum. Eine richtige Heizung gibt es dort nicht. Die junge Frau beschreibt die Situation: "Ich kümmere mich seit 2010 um das Heimatmuseum und erledige alles selbst. Leider gibt es kein Wasser und keine Toilette, sodass regelmäßige Öffnungszeiten schwer zu realisieren sind."

Gern würde sie Kaffee und Kuchen anbieten, um Leute ins Museum zu locken. Das jedoch geben die sanitären Verhältnisse nicht her. Eine Verbesserung sei nicht in Sicht - "ich bin leider kein Verein". Daher sei sie dankbar über jede Hilfe, die sie aus dem Ort erhält.

Das Heimatmuseum befindet sich in einer ehemaligen Wohnung auf dem Gutshof und bietet viel Platz für die thematische Sammlung alter Geräte und Gegenstände. Unter Glas liegt ein handgeschriebenes Buch von 1837, es scheint ein Haushaltsbuch des Gutsbesitzers zu sein. Wegen der altdeutschen Schrift wird dafür ein Übersetzer gesucht.

Den Dachboden des Heimatmuseums hat Corinne Mnich mit Hilfe ihres Mannes Volker so hergerichtet, dass Räume entstanden sind. Dort befindet sich eine Kreativecke, in der am Ostersonnabend ab 14 Uhr alle Besucher kleine Eulen und Figürchen basteln können. Mit echten Federn, die von ihren Hühnern stammen, wie die junge Frau betont. Für Ostersonnabend hat sie auch eine Puppenausstellung vorbereitet und möchte einige ihrer eigenen Bilder präsentieren.