Nur mäßige Beteiligung bei den Arbeitseinsätzen und zusätzlicher Ärger über einen dreisten Diebstahl trüben die Vorfreude der aktiven Mitglieder des Fördervereins auf die neue Saison in der Badeanstalt Aderstedt.

Aderstedt l Die Idylle trügt. Wieder ist nur eine Handvoll Mitstreiter zum Arbeitseinsatz gekommen. Dabei sei noch so viel zu tun. "In diesem Jahr ist der Wurm drin", stellt der Vorsitzende des Fördervereins, Jens Klaus, fest. "Und jetzt sind wir auch noch bestohlen worden." Das Schloss des Vorratsschuppens ist geknackt worden und Kanister fehlen. In diesen Kanistern wurden Chemikalien, wie zum Beispiel Salzsäure aufbewahrt, die beim laufenden Badebetrieb benötigt werden. "Den Dieben ging es nicht um die Chemikalien, stellt Jens Klaus fest, diese seien achtlos ausgeschüttet worden. Ortsbürgermeister Klaus Schmidt ergänzt mit der Vermutung: "Das sind dreiste Dieseldiebe, die sich hier die nötigen Behältnisse besorgt haben." Auch er ist enttäuscht und bestürzt über den Diebstahl.

Die Arbeiten zur Vorbereitung der diesjährigen Saison gehen voran, beschreibt Jens Klaus die Lage vorsichtig optimistisch. Jedoch sei noch viel zu tun und für die leider viel zu wenigen Helfer, die Sonnabend für Sonnabend hier arbeiten, einfach zu viel.

Daher appellierte er bei einer außerordentlich einberufenen Mitgliederversammlung an alle, die Menschen anzusprechen und einzuladen, bei den anstehenden Arbeiten mit zu helfen. Jede Hand werde gebraucht und "die Zeit wird knapp", beschreibt der Vorsitzende die Situation. Vorrangig soll das Becken ausgebessert werden, daneben gebe es aber noch viele weitere Baustellen. An dem Ziel, die Badesaison am 24. Mai zu eröffnen, wollen die Aderstedter auf jeden Fall festhalten. Bis dahin hoffen sie auf Hilfe von allen, denen ihr Bad am Herzen liegt.

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